Mehrere Lawinenabgänge haben in den österreichischen Alpen tragische Folgen gehabt. Drei Menschen sind ums Leben gekommen, darunter zwei Wintersportler aus Baden-Württemberg. Die Lawinengefahr in den westlichen Bundesländern Österreichs ist weiterhin hoch.
Wichtigste Punkte
- Drei Menschen starben bei Lawinenabgängen in Österreich.
- Zwei Opfer stammen aus Baden-Württemberg.
- Ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Kreis Lörrach wurde im Vorarlberg von einer Lawine erfasst.
- Ein 43-jähriger Skitourengeher aus dem Ostalbkreis starb in Tirol.
- Die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg erreichte die zweithöchste Stufe.
Tragisches Unglück im Vorarlberg
Ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach kam im Skigebiet Sonnenkopf im österreichischen Bundesland Vorarlberg ums Leben. Er war mit seinem 15-jährigen Sohn abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Dort wurde der Vater von einer Lawine mitgerissen.
Der Sohn alarmierte sofort die Rettungskräfte. Trotz des schnellen Einsatzes konnte der Vater erst nach etwa einer Stunde gefunden werden. Er verstarb noch an der Unglücksstelle. Die Nachricht hat tiefe Betroffenheit ausgelöst, besonders im Heimatkreis des Opfers.
Faktencheck Lawinen
- Lawinen entstehen, wenn Schneemassen sich von einem Hang lösen.
- Meist sind sie auf eine schwache Schicht im Schneedeckenaufbau zurückzuführen.
- Skitouren und Freeriding abseits gesicherter Pisten bergen ein hohes Risiko.
Weitere Todesfälle in Tirol
Auch im Bundesland Tirol gab es Todesopfer. Ein 43-jähriger Wintersportler aus dem Ostalbkreis in Baden-Württemberg verlor dort sein Leben. Er war mit einem Begleiter im Navistal unterwegs. Aufgrund der herrschenden Lawinengefahr hatten die beiden Skiwanderer beschlossen umzukehren.
Beim Queren eines Hanges löste sich jedoch ein Schneebrett. Der Mann aus dem Ostalbkreis wurde vollständig verschüttet und konnte nicht mehr gerettet werden. Sein Begleiter überlebte den Vorfall.
„Die aktuelle Lawinensituation in den westlichen Bundesländern Österreichs ist extrem angespannt. Wir appellieren an alle Wintersportler, die Warnhinweise ernst zu nehmen und gesicherte Pisten nicht zu verlassen.“
Niederländisches Opfer in Fiss
Ein weiteres Lawinenopfer in Tirol war ein 71-jähriger Mann aus den Niederlanden. Er wurde in Fiss von einer Lawine erfasst. Tragischerweise trug der Niederländer kein Lawinensuchgerät. Ein solches Gerät kann im Notfall entscheidend sein, um Verschüttete schnell zu orten und zu retten.
Hintergrund: Lawinenwarnstufen
Die Lawinenwarndienste in Österreich verwenden eine fünfstufige Skala. Stufe 1 bedeutet geringe Gefahr, während Stufe 5 eine sehr hohe Lawinengefahr anzeigt. In Tirol und Vorarlberg wurde die zweithöchste Stufe 4 ausgerufen. Dies bedeutet eine 'grosse Lawinengefahr', bei der Lawinenauslösungen bereits bei geringer Zusatzbelastung oder spontan erfolgen können.
Rettung in Salzburg
Nicht alle Lawinenabgänge endeten tödlich. Im Bundesland Salzburg konnte ein 70-jähriger Skitourengeher aus dem Schnee gerettet werden. Die genauen Umstände seiner Rettung sind noch nicht vollständig bekannt, doch der Vorfall unterstreicht die Gefährlichkeit der aktuellen Bedingungen.
Die Rettungsdienste sind derzeit im Dauereinsatz. Dutzende Lawinenabgänge wurden alleine in Tirol an einem Tag registriert. Dies zeigt das Ausmass der kritischen Situation in der Region.
Sicherheitshinweise für Wintersportler
- Informieren Sie sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinenlage.
- Beachten Sie die Lawinenwarnstufen und die Empfehlungen der lokalen Behörden.
- Verlassen Sie niemals gesicherte Pisten, besonders bei hoher Lawinengefahr.
- Führen Sie stets eine vollständige Lawinenausrüstung mit (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde).
- Üben Sie regelmässig den Umgang mit der Notfallausrüstung.
- Gehen Sie nie alleine abseits der Piste.
Anhaltende Gefahr
Die Lawinensituation im Westen Österreichs bleibt kritisch. Die Warndienste haben für Tirol und Vorarlberg weiterhin die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Experten warnen vor spontanen Lawinenabgängen, die auch durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden können.
Die Behörden bitten alle Wintersportler um höchste Vorsicht und die strikte Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen. Das Risiko, von Schneemassen erfasst zu werden, ist abseits der markierten und geöffneten Pisten weiterhin erheblich.





