Die Finanzkommission des Grossen Rates in Basel-Stadt hat einstimmig die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der kantonalen Verwaltung befürwortet. Für dieses Vorhaben werden Ausgaben von über 7 Millionen Franken beantragt. Die Investition soll die Effizienz der Verwaltungsprozesse steigern und den Mitarbeitenden mehr Zeit für Kernaufgaben verschaffen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Finanzkommission empfiehlt einstimmig 7 Millionen Franken für KI-Einführung.
- Fünf Millionen Franken sind für eine kantonale Daten- und KI-Plattform (KDKP) vorgesehen.
- KI soll Verwaltungsprozesse effizienter gestalten und Mitarbeitende entlasten.
- Der Chatbot «Alva» ist bereits im Einsatz und wird kontinuierlich verbessert.
- Datenschutz und Datensouveränität bleiben vollständig beim Kanton.
Einstimmige Empfehlung für KI-Strategie
Die Finanzkommission des Grossen Rates hat sich klar positioniert. Mit einem Votum von 12 zu 0 stimmten die Mitglieder für die Einführung von Künstlicher Intelligenz in der kantonalen Verwaltung. Dies zeigt eine breite politische Unterstützung für die Digitalisierungsstrategie des Kantons Basel-Stadt.
Der Bericht der Finanzkommission unterstreicht die Notwendigkeit dieser Investition. Er bezeichnet die Auseinandersetzung und die Investitionen in KI als «alternativlos». Diese Haltung spiegelt die Überzeugung wider, dass KI ein unverzichtbares Werkzeug für eine moderne und effiziente öffentliche Verwaltung darstellt.
Fakten zur Investition
- Gesamtausgaben: 7'098'810 Franken
- Einmalige Kosten für Daten- und KI-Plattform (KDKP): Knapp 5 Millionen Franken
- Nachtragskredit für 2026: 358'000 Franken
Chancen und Ziele der KI-Nutzung
Die Regierung von Basel-Stadt hatte bereits im vergangenen Jahr ihre Absicht bekundet, KI in der Verwaltung einzusetzen. Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie der Implementierung. Der Regierungsrat sieht in KI vielfältige Chancen.
Ein zentrales Ziel ist die Effizienzsteigerung von Verwaltungsprozessen. Durch den Einsatz von KI sollen Abläufe optimiert werden. Dies schafft mehr Freiraum für die Mitarbeitenden. Sie können sich dann auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, anstatt repetitive oder zeitintensive Tätigkeiten auszuführen.
«Der Entscheid über die Einführung von KI in der Verwaltung gehört unbestritten zu den Kernaufgaben des Regierungsrates.»
Diese Aussage aus dem Ratschlag der Regierung betont die strategische Bedeutung der KI-Initiative. Die Führung des Kantons erkennt die transformative Kraft der Technologie und will diese aktiv gestalten.
Der Chatbot «Alva» als Vorreiter
Ein konkretes Beispiel für den Einsatz von KI ist der Chatbot «Alva». Er wurde bereits 2024 vom Kanton Basel-Stadt lanciert. «Alva» steht den Bürgerinnen und Bürgern jederzeit zur Verfügung und beantwortet Fragen zur kantonalen Verwaltung.
Der Chatbot lernt kontinuierlich dazu. Mit jeder gestellten Frage wird «Alva» intelligenter und präziser. Dies zeigt das Potenzial von KI, den Zugang zu Informationen zu erleichtern und Sprachbarrieren abzubauen. Die flächendeckende Verbreitung von Chatbots in vielen Bereichen des Alltags bestätigt die Relevanz solcher Dienste.
Hintergrund: Digitale Entwicklung in Basel-Stadt
Basel-Stadt hat in den letzten Jahren verschiedene Schritte zur Digitalisierung unternommen. Dazu gehört die Einführung einer neuen Kantonswebseite, die nutzerfreundlicher gestaltet ist und Informationen einfacher zugänglich macht. Diese Initiativen bilden die Grundlage für den nun geplanten umfassenden KI-Einsatz.
Datenschutz und Datensouveränität
Die Einführung von KI wirft unweigerlich Fragen zum Datenschutz auf. Die Finanzkommission und der Regierungsrat legen grossen Wert auf die Datensouveränität. Im Bericht wird klar festgehalten, dass die Kontrolle über die Daten vollständig beim Kanton verbleibt.
Gemäss dem aktuellen Konzept werden die Daten die kantonale IT-Infrastruktur nicht verlassen. Sie sollen ausschliesslich für interne Zwecke verwendet werden. Dies soll das Vertrauen der Bevölkerung in die neue Technologie stärken und Missbrauch verhindern.
Die Sicherstellung der Datenhoheit ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von KI in der öffentlichen Verwaltung. Basel-Stadt setzt hier auf einen transparenten und sicheren Ansatz. Dies ist besonders wichtig, um Bedenken bezüglich der Nutzung sensibler Bürgerdaten zu zerstreuen.
Zukunftsperspektiven der KI in der Verwaltung
Die Investition in KI ist ein langfristiges Bekenntnis zur Modernisierung der Basler Verwaltung. Die geplante kantonale Daten- und KI-Plattform (KDKP) bildet das Rückgrat dieser Strategie. Sie soll eine zentrale Infrastruktur für zukünftige KI-Anwendungen bereitstellen.
Die Erfahrungen mit «Alva» zeigen, dass KI das Potenzial hat, den Service für Bürger zu verbessern und die Arbeitsabläufe intern zu optimieren. Die nun beantragten Mittel ermöglichen eine umfassende Implementierung und Weiterentwicklung dieser Technologien.
Basel-Stadt positioniert sich mit dieser Strategie als Vorreiter im Bereich der digitalen Verwaltung. Die Investitionen sollen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Innovationsfähigkeit des Kantons stärken. Es ist ein Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten und bürgernahen Verwaltung.





