Der Grosse Rat von Basel-Stadt hat mit grosser Mehrheit die Finanzierung für die Detailplanung eines umfassenden Infrastrukturprojekts am Bahnhof SBB bewilligt. Geplant sind neue Veloverbindungen, darunter Brücken und Tunnels, um die Verkehrssituation für alle Beteiligten zu verbessern.
Diese Entscheidung vom 14. Januar 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein in der städtischen Verkehrsplanung und soll den Weg für eine sicherere und effizientere Mobilität im Herzen der Stadt ebnen.
Grosser Rat gibt Planungsgelder frei
Die Verkehrssituation rund um den Basler Bahnhof SBB ist seit Jahren ein zentrales Thema in der Stadtentwicklung. Pendler, Anwohner und Reisende erleben täglich die Komplexität des Verkehrsknotenpunkts, an dem sich Velofahrer, Fussgänger, Trams und Autos kreuzen.
Mit der klaren Zustimmung des Grossen Rates wurde nun der notwendige Kredit für die Ausarbeitung der Detailpläne gesprochen. Dies ermöglicht es den Planungsbehörden, die konkrete Umsetzung von Velobrücken und -tunnels sowie die Neugestaltung von Verkehrsführungen für den motorisierten Verkehr und den öffentlichen Nahverkehr voranzutreiben.
Die breite politische Unterstützung für das Vorhaben zeigt, dass die Notwendigkeit einer Modernisierung der Infrastruktur anerkannt wird. Das Projekt zielt darauf ab, die verschiedenen Verkehrsströme besser voneinander zu trennen und so die Sicherheit für alle zu erhöhen.
Mehr Sicherheit für den Langsamverkehr
Ein Hauptziel der geplanten Massnahmen ist die Stärkung des Langsamverkehrs. Insbesondere Velofahrer sollen in Zukunft von direkteren und sichereren Verbindungen profitieren. Die Pläne sehen vor, Konfliktpunkte zwischen Velos und anderen Verkehrsmitteln zu entschärfen.
Ein langjähriges Anliegen
Die Forderung nach besseren Velowegen rund um den Bahnhof SBB ist nicht neu. Verschiedene politische Vorstösse und Initiativen aus der Bevölkerung haben in den letzten Jahren immer wieder auf die teils gefährlichen Bedingungen für Velofahrer aufmerksam gemacht. Die nun bewilligten Planungsgelder sind ein direktes Ergebnis dieser anhaltenden Debatte.
Durch die Schaffung eigener Trassen in Form von Brücken oder Unterführungen soll der Veloverkehr flüssiger und sicherer werden. Dies könnte auch dazu beitragen, dass mehr Menschen auf das Velo umsteigen, was wiederum den Zielen der städtischen Umwelt- und Verkehrspolitik entspricht.
Die geplanten Massnahmen im Detail
Obwohl es sich bei dem bewilligten Kredit um Gelder für die Planungsphase handelt, gibt es bereits konkrete Vorstellungen, welche Elemente das Projekt umfassen soll. Die zentralen Bausteine sind:
- Velobrücken: Erhöhte Verbindungen, die es Velofahrern ermöglichen, stark befahrene Kreuzungen sicher zu überqueren.
- Velotunnels: Unterführungen, die eine direkte und störungsfreie Durchfahrt unterhalb des Bahnhofareals gewährleisten.
- Neue Tramführungen: Anpassungen im Schienennetz, um den öffentlichen Verkehr zu beschleunigen und die Taktung zu verbessern.
- Optimierung für Autos: Eine überarbeitete Verkehrsführung für den motorisierten Individualverkehr, um Staus zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
Diese Massnahmen sollen ineinandergreifen und ein Gesamtkonzept bilden, das den Bahnhof SBB zu einem modernen und zukunftsfähigen Verkehrsknotenpunkt macht.
Ein Knotenpunkt für die ganze Region
Der Bahnhof SBB in Basel ist nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte trinationale Region von zentraler Bedeutung. Täglich nutzen ihn Zehntausende von Pendlern und Reisenden. Eine funktionierende Infrastruktur ist daher entscheidend für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region.
Auswirkungen auf die Stadtentwicklung
Die Umgestaltung des Bahnhofareals wird weitreichende Folgen haben. Ein verbessertes Verkehrsnetz wertet nicht nur das unmittelbare Umfeld auf, sondern hat auch positive Effekte auf die angrenzenden Quartiere. Sicherere Wege und eine bessere Erreichbarkeit können die Lebensqualität für Anwohner deutlich steigern.
Gleichzeitig stellen solche Grossprojekte eine Stadt immer vor Herausforderungen. Die Bauphase wird unweigerlich zu temporären Einschränkungen führen. Eine transparente Kommunikation und eine sorgfältige Baustellenlogistik werden entscheidend sein, um die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Experten betonen, dass die Investition in eine moderne Velo-Infrastruktur nicht nur dem Verkehr, sondern auch der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt zugutekommt.
Die nun beginnende Detailplanung wird auch die genauen Kosten und den Zeitplan für die Umsetzung konkretisieren. Auf Basis dieser Ergebnisse wird der Grosse Rat zu einem späteren Zeitpunkt über die Baukredite entscheiden müssen.
Blick in die Zukunft
Mit dem Ja zu den Planungsgeldern hat Basel einen wichtigen Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Mobilität gemacht. Das Projekt am Bahnhof SBB ist eines der grössten Infrastrukturvorhaben der kommenden Jahre und wird das Gesicht der Stadt nachhaltig prägen.
Es reiht sich ein in eine Serie von Massnahmen, mit denen Basel seine Position als velofreundliche Stadt weiter ausbauen will. Wenn die Pläne erfolgreich umgesetzt werden, könnte der Bahnhof SBB zu einem Vorzeigeprojekt für die Integration verschiedener Verkehrsformen im urbanen Raum werden.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie die detaillierten Pläne aussehen und welche Lösungen die Ingenieure und Stadtplaner für diesen komplexen Ort entwickeln werden. Die Basler Bevölkerung wird den Prozess mit grossem Interesse verfolgen.





