In Basel nähert sich eines der grössten genossenschaftlichen Wohnprojekte der Schweiz, das Westfeld, seinem Abschluss. Mit der Feier zur Aufrichte der zweiten Bauetappe wurde der Rohbau des letzten Gebäudes fertiggestellt. Dieses Ereignis markiert einen wichtigen Meilenstein in der Transformation des ehemaligen Areals des Felix-Platter-Spitals zu einem lebendigen Stadtquartier.
Wichtige Punkte
- Aufrichte der zweiten Bauetappe des Westfelds wurde gefeiert.
- Der letzte Baustein des genossenschaftlichen Wohnprojekts ist im Rohbau fertig.
- Fertigstellung des gesamten Areals ist für Frühjahr 2027 geplant.
- Der Neubau umfasst 66 Wohnungen und 1'000 Quadratmeter Gewerbefläche.
- Das Projekt betont Gemeinschaft, Nutzungsvielfalt und städtische Kontinuität.
Ein Grossprojekt vor dem Abschluss
Die Fertigstellung des Rohbaus der zweiten Bauetappe ist ein bedeutender Schritt für das Westfeld. Es schliesst eine Planungs- und Bauphase von über elf Jahren ab. Das Projekt wandelt das frühere Spitalareal schrittweise in ein urbanes Quartier um. Rund 130 Gäste nahmen an der Feier teil, um diesen Erfolg zu würdigen.
Faktencheck
- Gesamte Planungs- und Bauphase: über elf Jahre.
- Anzahl Gäste bei der Aufrichte: rund 130.
- Geplante Fertigstellung des gesamten Areals: Frühjahr 2027.
Das Westfeld ist eines der grössten genossenschaftlichen Wohnprojekte in der Schweiz. Es zeigt, wie durchdachte Stadtentwicklung und gemeinschaftliches Wohnen Hand in Hand gehen können. Das Projekt der Baugenossenschaft wohnen & mehr setzt auf eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten.
Neue Wohnungen und belebte Gewerbeflächen
Der jüngste Neubau fügt dem bestehenden Ensemble 66 neue Wohnungen hinzu. Dazu kommen rund 1'000 Quadratmeter Gewerbefläche. Bereits heute leben und arbeiten etwa 1'200 Menschen auf dem Westfeld. Mit dem letzten Baustein wird das Quartier weiter verdichtet. Dies geschieht jedoch, ohne die ursprüngliche Konzeption zu verlieren.
Ein zentrales Element des gesamten Areals ist der Wohnhof. Der neue Baukörper schliesst diesen Hof ab und formt ihn zu einer klaren, begrünten Mitte. Diese Mitte dient als gemeinschaftlicher Aussenraum und fördert die soziale Interaktion der Bewohner.
Hintergrund zum Westfeld
Das Westfeld entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Felix-Platter-Spitals. Ziel ist es, ein Modell genossenschaftlichen Städtebaus zu realisieren. Es legt Wert auf Durchmischung, Nutzungsvielfalt und eine kontinuierliche Stadtentwicklung.
Architektur und Nutzungsvielfalt
Die Architekten Weyell Zipse haben den Wettbewerb für die zweite Bauetappe im Sommer 2022 gewonnen. Ihr Entwurf konzentriert sich auf präzise Stadträume, nicht auf ikonische Bauten. Der Neubau vermittelt zwischen der urbanen Hegenheimerstrasse und den gemeinschaftlich genutzten Aussenräumen im Innern des Quartiers.
Die Wohnungen sind vielfältig gestaltet. Es gibt verschiedene Typologien, darunter Duplex- und Triplex-Einheiten. Diese Vielfalt soll unterschiedlichen Lebensmodellen innerhalb der Genossenschaft gerecht werden. Das Erdgeschoss bietet Nutzungen mit direktem Quartierbezug.
- Kinderbetreuung
- Kinderarztpraxis
- Bewegungs- und Akrobatikstudio
Diese Flächen sind bereits vollständig vermietet. Sie tragen massgeblich zur Belebung des öffentlichen Raums bei. Ergänzt wird das Angebot durch rund 400 Veloabstellplätze und eine Autoeinstellhalle. Photovoltaikanlagen auf den Dächern unterstreichen den Nachhaltigkeitsanspruch des Projekts.
Erfolgreiche Umsetzung ohne Widerstände
Ein bemerkenswerter Aspekt des Westfelds ist die reibungslose Realisierung. Beide Bauetappen konnten ohne Einsprachen umgesetzt werden. Dies unterstreicht die hohe Akzeptanz des gemeinnützigen Ansatzes bei der Bevölkerung und den Behörden. Es zeigt, dass das Modell des genossenschaftlichen Städtebaus in Basel gut ankommt.
„Das Westfeld ist ein Beispiel dafür, wie Architektur, Freiraum und soziale Vielfalt zusammenwirken, um ein lebenswertes Quartier zu schaffen.“
Der letzte Baustein ist somit mehr als nur ein Abschluss. Er ist eine konsequente Fortführung der Vision für das Quartier. Das Westfeld schöpft seine Qualität aus dem Zusammenspiel dieser verschiedenen Elemente. Die Erstvermietung der neuen Wohnungen beginnt voraussichtlich im kommenden Herbst. Der Erstbezug ist für den Sommer 2027 geplant.
Blick in die Zukunft des Westfelds
Mit der bevorstehenden Fertigstellung wird das Westfeld zu einem vollständigen, integrierten Stadtteil. Es bietet seinen Bewohnern nicht nur Wohnraum, sondern auch eine funktionierende Infrastruktur und Gemeinschaftsflächen. Das Projekt dient als Vorbild für zukünftige Stadtentwicklungen in Basel und darüber hinaus. Es zeigt, dass nachhaltige und gemeinschaftsorientierte Projekte erfolgreich umgesetzt werden können.
Die Baugenossenschaft wohnen & mehr hat mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur urbanen Entwicklung Basels geleistet. Die langfristige Perspektive und der Fokus auf die Bedürfnisse der Bewohner stehen im Mittelpunkt. Das Westfeld wird damit zu einem Ort, an dem Menschen leben, arbeiten und sich begegnen können.





