Das Quartier Lysbüchel in Basel erhält ein neues Café mit sozialer Mission und lateinamerikanischem Flair. Am 24. Januar öffnet «S’coole Alpaca» seine Türen an der Beckenstrasse 10. Inhaber Cristian López bringt damit nicht nur Spezialitätenkaffee nach Basel, sondern unterstützt auch Kaffeebäuerinnen in seiner Heimat Ecuador.
Wichtige Punkte
- Eröffnung des Cafés «S’coole Alpaca» am 24. Januar im Basler Lysbüchel.
- Fokus auf Specialty Coffee, der Frauen in Ecuador durch faire Löhne und Schulungen fördert.
- Speisekarte bietet eine Mischung aus Bowls, Sandwiches und lateinamerikanischen Einflüssen.
- Inhaber Cristian López, zuvor in der Sozialgastronomie tätig, erfüllt sich einen Traum.
- Das Café möchte ein familiärer Treffpunkt für das aufstrebende Quartier sein.
Ein Traum wird wahr im Lysbüchel
Cristian López erfüllt sich mit «S’coole Alpaca» einen lang gehegten Traum. Der gebürtige Ecuadorianer, der vor fünf Jahren nach Basel zog, hat in den letzten Jahren viel Erfahrung in der Sozialgastronomie gesammelt. Er war unter anderem Barista im Café Einzigartig und stellvertretender Küchenleiter der Gassenküche Basel. Jetzt wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit.
Das neue Café befindet sich in den ehemaligen Räumlichkeiten des Berufsvorbereitungsangebots Aha Ponte. López möchte einen Ort schaffen, an dem sich alle willkommen fühlen. Sein Konzept verbindet schweizerische Gemütlichkeit mit subtilen lateinamerikanischen Akzenten.
Wussten Sie schon?
Alpakas leben in den Anden, genau dort, wo auch die Kaffeebohnen für den «Café Mujeres» angebaut werden. Diese Kaffeesorte unterstützt direkt Frauen in der Kaffeeindustrie.
Kaffee mit sozialer Wirkung
Der Kern des Angebots ist hochwertiger Specialty Coffee. Besonders hervorzuheben ist der «Café Mujeres». Dieser Kaffee stammt aus einem Projekt in Ecuador, das Frauen in der männerdominierten Kaffeeproduktion stärkt. Sie erhalten faire Löhne und werden zu selbstständigen Bäuerinnen, sogenannten Finqueras, ausgebildet. Viele dieser Frauen sind Hauptverdienerinnen ihrer Familien.
«Der Kaffee des Projekts überzeugt mich neben seinem Geschmack aufgrund seines Ziels einer sozialen Wirkung in meinem Land», erklärt Cristian López.
López kennt die Besitzerin von Galletti Café responsable, Ena E. Galletti, persönlich. Er war selbst vor Ort in den Fincas und hat sich von der Qualität und dem sozialen Engagement überzeugt. Dieses persönliche Engagement spiegelt sich in der Philosophie des Cafés wider.
Regionale Produkte und nachhaltige Lieferketten
Neben dem importierten Spezialitätenkaffee legt López Wert auf regionale Bio-Produkte. Diese sollen, wenn möglich, per Cargovelo geliefert werden, um die Nachhaltigkeit zu fördern. Dieser Ansatz unterstreicht sein Bestreben, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen.
Hintergrund: Lysbüchel als aufstrebendes Quartier
Das Lysbüchel-Quartier in Basel erlebt derzeit einen starken Wandel. Ehemalige Industrieareale werden zu Wohn- und Arbeitsräumen umgestaltet. Mit neuen Wohnungen, Geschäften und kulturellen Angeboten zieht das Quartier viele junge Familien und Kreative an. Cafés und Restaurants spielen eine wichtige Rolle bei der Schaffung neuer Treffpunkte und der Belebung des Quartierlebens.
Die Speisekarte: Eine kulinarische Entdeckungsreise
Die Speisekarte im «S’coole Alpaca» ist vielfältig und überraschend. Sie kombiniert beliebte Café-Klassiker mit lateinamerikanischen Aromen. Gäste finden Bowls und Sandwiches, aber auch besondere Spezialitäten. Ein Highlight sind die Empanadas vom kolumbianischen Restaurant Nuestra Tierra aus Kleinhüningen.
López hat auch eigene Kreationen entwickelt. Dazu gehören Humitas, traditionelle lateinamerikanische Maistäschchen, die hier jedoch mit Raclette-Käse überbacken werden. Eine weitere Empfehlung ist der Cheesecake «De los andes», dessen Boden Macambo enthält. Macambo sind «weisse Kakaobohnen» mit einem nussigen Geschmack. Auch eine vegane Panna Cotta aus Guayusa steht auf der Liste der Empfehlungen.
- Empanadas: Vom Restaurant Nuestra Tierra aus Kleinhüningen.
- Raclette-Humitas: Lateinamerikanische Maistäschchen, schweizerisch interpretiert.
- Cheesecake «De los andes»: Mit Macambo für einen nussigen Geschmack.
- Guayusa Panna Cotta: Eine vegane Dessert-Option.
Das Alpaka: Mehr als nur ein Name
Der Name «S’coole Alpaca» ist eine spielerische Kombination aus schweizerdeutschem Dialekt und López' Lieblingstieren. Obwohl das Alpaka im Café allgegenwärtig ist – von der Spardose auf dem Tresen über Spielzeug in der Kinderecke bis hin zu handgefertigtem Geschirr aus Ecuador und kuscheligen Wolldecken für draussen –, soll das Café nicht monothematisch sein.
«Der Fokus liegt nicht auf meinem Land, sondern darauf, was mir gefällt», betont López. Diese Offenheit spiegelt sich in der gesamten Gestaltung und dem Angebot des Cafés wider. Es soll ein Ort für alle sein, ein Treffpunkt, der das junge Quartier belebt.
Jeden Sonntag plant López, das Quartier zum Brunch einzuladen. Dies soll die Gemeinschaft stärken und das Café zu einem festen Bestandteil des Lysbücheler Lebens machen. Die Eröffnungsfeier am 24. Januar bietet die erste Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen und die einzigartige Atmosphäre des «S’coole Alpaca» zu erleben.





