Nach langer Vorbereitungszeit ist die umfassende Geschichte der Stadt Basel in neun Bänden erschienen. Dieses Werk fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und bietet neue Einblicke in das Selbstverständnis der Stadt. Es deckt die Zeit von den frühesten Siedlungen bis zum Amtsantritt von Beat Jans im Bundesrat ab.
Wichtige Punkte
- Basels Stadtgeschichte ist nun in neun Bänden verfügbar.
- Das Projekt wurde nach einem gescheiterten Versuch 1992 im Jahr 2016 neu gestartet.
- Über 70 Forschende haben Beiträge geliefert.
- Die Publikation deckt die Zeit von 50.000 v. Chr. bis heute ab.
Ein lang ersehntes Werk für Basel
Die Veröffentlichung der neuen Basler Stadtgeschichte ist ein Meilenstein. Sie schliesst eine Lücke, die viele Jahre bestand. Obwohl sich Basel oft als Vorreiter sieht, hinkte die Stadt bei der Aufarbeitung ihrer Geschichte hinterher. Andere Kantone hatten bereits um das Jahr 2000 neue Kantonsgeschichten publiziert. Diese Werke fassten den damaligen Forschungsstand zusammen und prägten das regionale Selbstbild neu.
Baselland zum Beispiel veröffentlichte eine sechs Bände umfassende Geschichte. In der Stadt Basel hingegen scheiterte ein ähnliches Projekt im Jahr 1992. Ein entsprechender Kredit wurde damals bei einer Volksabstimmung abgelehnt.
Faktencheck
- 1992: Ein Kredit für eine neue Stadtgeschichte scheiterte in Basel an der Urne.
- 2000: Die meisten Schweizer Kantone hatten zu diesem Zeitpunkt bereits neue Kantonsgeschichten veröffentlicht.
- 2016: Die Finanzlage ermöglichte einen Neuanfang des Projekts.
Von der Steinzeit bis zur Gegenwart
Das nun vorliegende Werk ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Es umfasst neun Bände. Jeder Band kann auch einzeln gelesen werden. Mehr als 70 Forschende haben Beiträge zu diesem Mammutprojekt geleistet. Sie beleuchten verschiedene Aspekte der Basler Geschichte.
Die Zeitspanne ist enorm: Sie beginnt bei den frühesten Siedlungen. Diese datieren um 50.000 vor Christus. Das Werk reicht bis zum Amtsantritt von Beat Jans als Bundesrat. Dies zeigt die umfassende Perspektive, die das Projekt einnimmt.
"Die neue Stadtgeschichte bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Entwicklung Basels von den Anfängen bis in die jüngste Vergangenheit nachzuvollziehen."
Der lange Weg zur Publikation
Nach dem gescheiterten Versuch 1992 dauerte es über zwei Jahrzehnte, bis ein neuer Anlauf unternommen werden konnte. Im Jahr 2016 verbesserte sich die finanzielle Situation der Stadt. Dies machte einen neuen Versuch möglich. Das Projekt wurde daraufhin mit neuer Energie und breiter Unterstützung gestartet.
Die Herausgeber legten Wert darauf, dass die Geschichte nicht nur für Fachleute zugänglich ist. Die Bände sind so konzipiert, dass sie auch einem breiten Publikum interessante Einblicke bieten. Dies fördert das Verständnis für die eigene Stadtgeschichte.
Historischer Kontext
Die Schweiz hat eine reiche Tradition in der Erforschung und Dokumentation ihrer Kantonsgeschichten. Solche Werke dienen nicht nur der akademischen Forschung, sondern auch der Identitätsbildung der jeweiligen Regionen. Sie sind wichtige Quellen für Schulen, Universitäten und die interessierte Öffentlichkeit.
Die Verzögerung in Basel war ungewöhnlich, da die Stadt eine lange und bedeutende Geschichte hat. Die nun erfolgte Publikation schliesst diese Lücke und stellt Basel auf eine Stufe mit anderen Schweizer Kantonen.
Beiträge von über 70 Forschenden
Die Qualität und Tiefe der neuen Stadtgeschichte wird durch die grosse Anzahl an Mitwirkenden gewährleistet. Über 70 Forschende aus verschiedenen Disziplinen haben ihr Fachwissen eingebracht. Sie decken Themen wie Archäologie, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Kunstgeschichte und politische Entwicklungen ab.
Diese interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht einen vielschichtigen Blick auf die Vergangenheit Basels. Sie zeigt, wie verschiedene Faktoren die Stadt im Laufe der Jahrtausende geformt haben. Von den ersten Siedlern bis zu den modernen Herausforderungen werden alle Epochen beleuchtet.
Die Bedeutung für die Basler Bevölkerung
Die neue Stadtgeschichte ist mehr als nur eine Sammlung von Fakten. Sie ist ein Werkzeug, um die eigene Identität zu verstehen. Sie hilft den Bürgerinnen und Bürgern, die Wurzeln ihrer Stadt besser kennenzulernen. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein für das kulturelle Erbe.
Die Bände werden voraussichtlich in Bibliotheken, Schulen und Universitäten eine wichtige Rolle spielen. Sie dienen als Referenzwerke und Inspirationsquelle für weitere Forschungen. Auch Touristen und Neuankömmlinge in Basel können durch die Lektüre ein tieferes Verständnis für die Stadt entwickeln.
- Archäologie: Früheste Siedlungsspuren und Römerzeit.
- Mittelalter: Entwicklung zur Bischofsstadt und Handelszentrum.
- Neuzeit: Reformation, Humanismus und Aufstieg als Kulturstadt.
- Moderne: Industrialisierung, Weltkriege und politische Umbrüche.
- Gegenwart: Aktuelle Entwicklungen und die Rolle Basels in der Schweiz.
Fazit: Ein umfassendes Standardwerk
Die neue Basler Stadtgeschichte in neun Bänden ist ein umfassendes Standardwerk. Es schliesst eine wichtige Lücke in der Geschichtsschreibung der Schweiz. Die Publikation ist das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung vieler Forschender und Unterstützer.
Sie bietet der Öffentlichkeit einen fundierten und zugänglichen Einblick in die reiche und vielfältige Vergangenheit Basels. Von der Steinzeit bis in die jüngste Gegenwart zeichnet sie ein detailliertes Bild der Stadt. Dies wird die Forschung und das allgemeine Interesse an Basels Geschichte für viele Jahre prägen.





