Das Lufthygieneamt beider Basel (LHA) wird Ende 2025 seine Tätigkeit einstellen. Die Aufgaben, die bisher von dieser bikantonalen Dienststelle wahrgenommen wurden, gehen ab dem 1. Januar 2026 an die jeweiligen Ämter für Umwelt und Energie der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft über. Diese Umstrukturierung markiert das Ende einer 40-jährigen Ära der gemeinsamen Luftreinhaltung in der Region.
Wichtige Punkte
- Das Lufthygieneamt beider Basel wird per 31. Dezember 2025 aufgelöst.
- Die Aufgaben werden von den Umwelt- und Energieämtern der beiden Kantone übernommen.
- Basel-Stadt übernimmt Luft-, NIS- und Lichtschutz; Basel-Landschaft zahlt die Hälfte der Kosten.
- Einmalige Kosten von rund 780'000 Franken für Umzug und IT fallen an.
- Der laufende Betriebsaufwand bleibt voraussichtlich gleich.
Hintergrund der Auflösung
Das Lufthygieneamt beider Basel wurde 1985 gegründet. Es war seitdem für die Luftreinhaltung in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft zuständig. Ab dem Jahr 2000 erweiterte sich der Aufgabenbereich um den Schutz der Bevölkerung vor nichtionisierender Strahlung (NIS). Diese lange Tradition der Zusammenarbeit endet nun.
Die Kündigung der Vereinbarung über das LHA erfolgte am 1. Juli 2024 durch den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. Daraufhin einigten sich die Regierungen beider Kantone auf die Auflösung der Dienststelle zum 31. Dezember 2025. Dies ermöglicht eine geordnete Übergabe der Verantwortlichkeiten.
Historischer Kontext
Das LHA war ein Pionierprojekt in der bikantonalen Zusammenarbeit. Es zeigte, wie zwei Kantone effektiv bei Umweltthemen kooperieren können. Die Auflösung ist eine Neuausrichtung, keine Abkehr von den Zielen des Umweltschutzes.
Neue Zuständigkeiten ab 2026
Ab dem 1. Januar 2026 werden die Aufgaben des LHA neu verteilt. Im Kanton Basel-Stadt übernimmt das Amt für Umwelt und Energie (AUE) den Vollzug in den Bereichen Luft, NIS und Licht. Diese Aufgaben werden zusammen mit dem Lärmschutz in der neuen Abteilung Immissionen gebündelt. Dies soll Synergien schaffen und die Effizienz steigern.
Die Messtechnik Luft, die für den Betrieb und Unterhalt des Luftmessnetzes verantwortlich ist, wird ebenfalls vom AUE übernommen. Sie wird zukünftig Teil des Umweltlabors in Basel-Stadt. Diese beiden Einheiten arbeiten bereits heute eng zusammen. Die gute Kooperation wird somit fortgesetzt und gestärkt.
„Die Neuorganisation sichert die Kontinuität des Umweltschutzes in unserer Region. Wir sind überzeugt, dass die Bündelung der Kräfte in den kantonalen Ämtern Vorteile bringen wird“, erklärte ein Sprecher der Kantonsverwaltung.
Finanzielle Auswirkungen der Umstrukturierung
Die Auflösung des LHA beider Basel ist mit einmaligen Kosten verbunden. Diese belaufen sich auf rund 780'000 Franken. Die Kosten entstehen hauptsächlich durch den Umzug, die Anpassung der IT-Infrastruktur sowie die Einrichtung neuer Labor- und Arbeitsplätze in den jeweiligen Kantonen.
Kostenaufteilung
- Gesamtkosten für Umzug, IT und Einrichtung: ca. 780'000 Franken.
- Kanton Basel-Landschaft übernimmt die Hälfte der Kosten.
- Der laufende Betriebsaufwand bleibt unverändert.
Trotz dieser einmaligen Investitionen wird erwartet, dass der Aufwand für den laufenden Betrieb nach heutigem Kenntnisstand gegenüber dem bisherigen bikantonalen Zustand unverändert bleibt. Die beiden Kantone tragen die Kosten hälftig, da das Auftragsvolumen als ausgewogen gilt. Dies unterstreicht die partnerschaftliche Trennung.
Bedeutung für die Bevölkerung
Für die Bevölkerung beider Kantone ändert sich an der Qualität der Luftreinhaltung und des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung nichts. Die Dienstleistungen werden weiterhin auf hohem Niveau erbracht. Die Zuständigkeiten sind klar geregelt und die Übergangsphase ist geplant.
Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft legen weiterhin grossen Wert auf den Umweltschutz. Die Neuorganisation der Aufgaben ist ein Schritt zur Anpassung an aktuelle Strukturen und zur Optimierung der Verwaltung. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen weiterhin an die zuständigen kantonalen Ämter wenden.
Zukunft des Umweltschutzes
Die Bündelung der Kompetenzen in den kantonalen Ämtern soll eine effektivere und zielgerichtetere Arbeit ermöglichen. Dies betrifft nicht nur die Luftreinhaltung, sondern auch den Schutz vor Lärm und Lichtemissionen. Die Umwelt bleibt ein zentrales Anliegen der regionalen Politik.
Das Umweltlabor in Basel-Stadt, das nun die Messtechnik Luft integriert, wird eine noch stärkere Rolle spielen. Es ist für die Überwachung und Analyse von Umweltparametern unerlässlich. Diese Entwicklung sichert die wissenschaftliche Basis für zukünftige Umweltschutzmassnahmen.





