Die Basler Regierung hat entschieden, das historische Restaurant «Chez Donati» in der St. Johanns-Vorstadt 48 mit einer substanziellen Finanzhilfe zu unterstützen. Für die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes werden dem Grossen Rat 860'000 Franken an Denkmalsubventionen beantragt. Das 1900 erbaute späthistoristische Gebäude, das der Zürcher Gastro-Gruppe Bindella gehört, erfährt eine aufwendige Renovierung, die bis 2027 dauern soll. Diese Massnahme sichert den Erhalt des einzigartigen grossen Speisesaals und der historischen Bausubstanz.
Wichtige Punkte
- Basler Regierung beantragt 860'000 Franken an Denkmalsubventionen für das «Chez Donati».
- Die Bindella-Gruppe investiert 4.1 Millionen Franken in denkmalpflegerisch relevante Massnahmen.
- Das Gebäude an der St. Johanns-Vorstadt 48 ist seit über einem Jahr denkmalgeschützt.
- Sanierung sichert den Erhalt des historischen Erscheinungsbilds innen und aussen.
- Das Restaurant ist während der Bauzeit temporär am Barfüsserplatz untergebracht.
Umfassende Sanierung eines Basler Wahrzeichens
Das «Chez Donati» ist seit über einem Jahrhundert ein fester Bestandteil der Basler Gastronomieszene. Das Gebäude an der St. Johanns-Vorstadt 48 wurde vom Architekturbüro Pfrunder und Hammerer entworfen und markiert den Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde es von der Basler Regierung unter Denkmalschutz gestellt. Dies unterstreicht seine Bedeutung für die Architektur- und Stadtgeschichte Basels.
Die aktuellen Bauarbeiten am Kopf der Johanniterbrücke sind weithin sichtbar. Unter der Leitung von Villa Nova Architekten wird das Gebäude bis 2027 grundlegend saniert. Die Bindella-Gruppe, die das Traditionslokal seit über sechs Jahren führt, stemmt dabei den Grossteil der Kosten.
Fakten zur Sanierung
- Gesamtsubvention: 860'000 CHF
- Investition Bindella (denkmalrelevant): 4.1 Millionen CHF
- Dauer der Sanierung: Bis 2027
- Architekturbüro: Villa Nova Architekten
- Originalbaujahr: Wende 19./20. Jahrhundert
Denkmalpflege sichert Kulturerbe
Die Denkmalpflege spielt bei diesem Projekt eine zentrale Rolle. Sie hat die Höhe der Subventionen basierend auf dem Umfang der denkmalrelevanten Investitionen berechnet. Die Bindella-Gruppe investiert 4.1 Millionen Franken in jene baulichen Massnahmen, die direkt den Erhalt des historischen Charakters betreffen. Dies umfasst sowohl das äussere Erscheinungsbild als auch wichtige Innenräume und deren Bauteile.
Ein Sprecher der staatlichen Denkmalpflege betonte die Wichtigkeit dieses Gebäudes:
"Beim Umbau werden neben dem äusseren historischen Erscheinungsbild auch im Inneren einige Räume und deren Bauteile dieses aus architekturgeschichtlicher, typologischer und stadtgeschichtlicher Sicht wichtigen Gebäudes erhalten."
Diese Aussage verdeutlicht das Engagement der Stadt, ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
Hintergrund der Eigentumsverhältnisse und temporäre Lösung
Das «Chez Donati» blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bevor es in die Hände der Zürcher Bindella-Gastrogruppe überging, wurde es von Thomas Straumann und seinem Hotel Les Trois Rois betrieben. Die Übergabe an Bindella erfolgte vor über sechs Jahren, nachdem das «Trois Rois» das Edelrestaurant Donati wie geplant geräumt hatte.
Während der umfangreichen Sanierungsarbeiten hat das «Chez Donati» eine temporäre Bleibe gefunden. Es ist nun oberhalb der «Brötli-Bar» am Barfüsserplatz zu finden. Dies ermöglicht es, den Betrieb während der Bauzeit aufrechtzuerhalten und die Gäste weiterhin zu empfangen.
Historischer Kontext
Das Gebäude des «Chez Donati» wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und zeugt von der damaligen Baukunst. Seine Lage am St. Johanns-Vorstadt, nahe der Johanniterbrücke, macht es zu einem prominenten Bestandteil des Basler Stadtbildes. Die kontinuierliche Nutzung als Gastronomiebetrieb über Jahrzehnte hinweg hat seine Bedeutung für das gesellschaftliche Leben Basels gefestigt.
Politische Unterstützung für den Denkmalschutz
Die Beantragung der Finanzhilfen durch die Regierung an den Grossen Rat zeigt die breite politische Unterstützung für den Erhalt bedeutender Bauwerke in Basel. Solche Subventionen sind entscheidend, um die hohen Kosten zu decken, die bei der fachgerechten Restaurierung denkmalgeschützter Objekte anfallen. Ohne diese Unterstützung wären viele private Eigentümer nicht in der Lage, die notwendigen Massnahmen umzusetzen.
Die Investition in das «Chez Donati» ist ein klares Signal für den Wert, den Basel auf die Bewahrung seiner einzigartigen Architektur und Geschichte legt. Es sichert nicht nur ein Gebäude, sondern auch einen Teil der Basler Identität für zukünftige Generationen.
Ausblick auf die Wiedereröffnung
Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 können sich die Baslerinnen und Basler sowie Touristen auf die Wiedereröffnung des sanierten «Chez Donati» freuen. Es wird erwartet, dass das Restaurant dann in neuem Glanz erstrahlt, dabei aber seinen historischen Charme und seine Authentizität bewahrt. Die Kombination aus traditioneller Architektur und moderner Gastronomie wird weiterhin ein Anziehungspunkt in der Stadt sein.
Die Sanierung ist ein Beispiel dafür, wie private Investitionen und öffentliche Gelder zusammenwirken können, um das kulturelle Erbe einer Stadt zu schützen und gleichzeitig ihre Attraktivität zu steigern. Das «Chez Donati» bleibt somit ein lebendiges Zeugnis der Basler Geschichte und ein wichtiger Ort der Begegnung.





