Rolf Bantle, ein bekannter FC Basel-Fan, der im Jahr 2004 nach einem Champions-League-Spiel in Mailand elf Jahre lang verschwunden war, ist am 21. November im Alter von 81 Jahren verstorben. Seine Rückkehr in die Schweiz im Jahr 2015 und seine bewegende Geschichte hatten damals grosse Aufmerksamkeit erregt.
Wichtige Punkte
- Rolf Bantle starb am 21. November im Alter von 81 Jahren.
- Er verschwand 2004 nach einem FCB-Spiel in Mailand und lebte elf Jahre auf der Strasse.
- Im Jahr 2015 kehrte er in die Schweiz zurück.
- Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in einem Pflege- und Alterszentrum in Basel.
Ein Leben zwischen Basel und Mailand
Rolf Bantle war den Baslern als treuer Anhänger des FC Basel bekannt. Seine Geschichte nahm eine unerwartete Wendung im Jahr 2004. Er reiste damals mit einer Gruppe aus seinem Wohn- und Werkheim nach Mailand. Ziel war ein Champions-League-Qualifikationsspiel des FC Basel gegen Inter Mailand.
Nach einer Toilettenpause fand Bantle den Weg zurück zu seiner Reisegruppe nicht mehr. Er war plötzlich verschwunden. In der Schweiz gab es elf Jahre lang keine Spur von ihm. Seine Familie und Freunde wussten nicht, was mit ihm geschehen war.
Faktencheck
Rolf Bantle war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 64 Jahre alt. Er verbrachte somit einen Grossteil seiner Siebzigerjahre auf den Strassen Mailands.
Elf Jahre auf Mailands Strassen
Während seiner Zeit in Mailand lebte Rolf Bantle auf der Strasse. Er fand sich in der norditalienischen Metropole zurecht. Die genauen Umstände seines Lebens dort bleiben teilweise im Dunkeln. Doch er schaffte es, sich ohne offizielle Dokumente oder Versicherungen durchzuschlagen.
Die Stadt Mailand wurde für über ein Jahrzehnt zu seiner Heimat. Er lebte dort ein unauffälliges Leben. In Basel wurde er vermisst, aber niemand wusste, wo er war. Die Suche nach ihm blieb erfolglos.
Hintergrundinformationen
Das Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen Inter Mailand und dem FC Basel fand im August 2004 statt. Inter gewann die Partie damals mit 4:1.
Die unerwartete Rückkehr im Jahr 2015
Die Wende kam im Jahr 2015. Rolf Bantle brach sich in Mailand den Oberschenkel. Da er in Italien nicht versichert war, wurde er medizinisch versorgt und anschliessend in die Schweiz zurückgebracht. Seine Identität konnte geklärt werden, und die Behörden informierten seine Angehörigen.
Seine Rückkehr löste in Basel grosse Erleichterung und auch Überraschung aus. Niemand hatte mehr damit gerechnet, ihn lebend wiederzusehen. Die Geschichte seines Verschwindens und seiner Wiederauffindung wurde zu einem nationalen Medienthema.
„Es war ein Wunder, dass er nach all den Jahren wieder aufgetaucht ist. Viele hatten die Hoffnung bereits aufgegeben.“
Neuanfang in Basel
Nach seiner Rückkehr im Jahr 2015 fand Rolf Bantle ein neues Zuhause in Basel. Er zog in ein Pflege- und Alterszentrum. Dort verbrachte er seine letzten Lebensjahre in Sicherheit und Geborgenheit. Er konnte wieder Kontakt zu seiner Familie und Freunden aufnehmen.
Die Zeit in Mailand prägte ihn. Doch er fand in Basel wieder einen Platz. Er genoss die ihm verbleibende Zeit in seiner Heimatstadt. Die Geschichte seiner Rückkehr zeigte, wie ein einzelnes Ereignis ein Leben komplett verändern kann.
Das Erbe eines verschollenen Fans
Rolf Bantle verliess seine Heimatstadt nun ein zweites Mal. Dieses Mal für immer. Sein Tod schliesst ein ungewöhnliches Kapitel. Er wird als der FCB-Fan in Erinnerung bleiben, dessen Geschichte von Verlust, Überleben und einer unerwarteten Rückkehr handelt.
Sein Leben zeigt die Fragilität des menschlichen Daseins. Es erinnert auch an die Bedeutung von Gemeinschaft und Heimat. Viele Basler werden sich an ihn erinnern. Seine Geschichte wird weiter erzählt werden.
- Sein Verschwinden dauerte elf Jahre.
- Er war bei seiner Rückkehr nach Basel 75 Jahre alt.
- Die Champions-League-Qualifikation 2004 war der Anlass seiner Reise.
Ein Leben voller Wendungen
Rolf Bantle war ein Mensch, dessen Leben viele Wendungen nahm. Vom regelmässigen Fussballfan zum Obdachlosen in einer fremden Stadt und schliesslich zurück in die Obhut seiner Heimat. Seine Geschichte ist ein Zeugnis der menschlichen Widerstandsfähigkeit.
Er hat vielen Menschen gezeigt, dass das Leben unvorhersehbar ist. Aber auch, dass es immer eine Chance auf eine Rückkehr geben kann. Sein Andenken wird in Basel weiterleben.





