Der Schweizer öffentliche Verkehr steht vor einem der umfangreichsten Fahrplanwechsel der letzten Jahre. Ab dem 14. Dezember 2025 treten zahlreiche Neuerungen in Kraft, die das Reisen mit der Bahn und anderen Verkehrsmitteln effizienter gestalten sollen. Besonders die Strecke Basel-Olten profitiert vom Vierspurausbau, einem bedeutenden Infrastrukturprojekt.
Wichtigste Änderungen
- Vierspurausbau Liestal auf Strecke Basel-Olten verbessert Pünktlichkeit.
- Halbstundentakt zwischen Biel und Basel wird eingeführt.
- Zürich erhält ein komplett neues Tramnetz.
- Neue Nachtzüge verbinden Bern, Olten, Zürich und Winterthur an Wochenenden.
- Tourismusregionen werden besser angebunden.
Historisches Upgrade für das Bahnnetz
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben Ende November die Bauarbeiten für den Vierspurausbau in Liestal abgeschlossen. Dieses Projekt ist der grösste Bahnausbau in der Nordwestschweiz seit 20 Jahren. Ziel ist es, die Kapazität zu erhöhen und die Pünktlichkeit auf der stark frequentierten Strecke Basel-Olten nachhaltig zu verbessern.
Der neue Fahrplan, der am Sonntag in Kraft tritt, markiert einen Meilenstein für die Reisenden. Er verspricht eine deutliche Entlastung und schnellere Verbindungen, insbesondere für Pendler in der Region Basel.
Faktencheck: Vierspurausbau
- Ort: Liestal, Strecke Basel-Olten
- Bedeutung: Grösster Bahnausbau in der Nordwestschweiz seit zwei Jahrzehnten.
- Ziel: Erhöhung der Pünktlichkeit und Kapazität.
Mehr Verbindungen in der Nordwestschweiz
Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Halbstundentakt zwischen Biel und Basel. Diese Anpassung bietet Reisenden mehr Flexibilität und verkürzt die Wartezeiten erheblich. Die dichtere Taktung ist ein direkter Vorteil für Pendler und Gelegenheitsreisende gleichermaßen.
Zusätzlich wird das Nachtzugangebot erweitert. Freitags und samstags verkehren künftig Züge zwischen Bern, Olten, Zürich und Winterthur. Dies erleichtert das Reisen in den Abendstunden und am Wochenende, ohne auf den privaten Pkw angewiesen zu sein.
"Der neue Fahrplan bringt nicht nur mehr Züge, sondern auch eine spürbare Verbesserung der Reisequalität für Tausende von Menschen", so ein Sprecher der SBB.
Umfassende Änderungen in Zürich und Solothurn
Auch die Stadt Zürich erlebt eine tiefgreifende Umgestaltung ihres Tramnetzes. Mehrere Linien erhalten neue Streckenführungen. Dies soll die Effizienz des städtischen Nahverkehrs steigern und Engpässe reduzieren.
Besonders auffällig ist, dass der Betrieb am historischen Bahnhofquai für ein ganzes Jahr komplett ruht. Diese Massnahme ist notwendig, um umfangreiche Infrastrukturarbeiten durchzuführen. Fahrgäste müssen sich auf temporäre Ersatzlösungen einstellen.
In Solothurn wird ein neues Buskonzept eingeführt. Die Verantwortlichen sprechen von einem "grossen Wurf" für die Region. Es verspricht eine bessere Anbindung der Quartiere und eine Modernisierung des gesamten Busverkehrs.
Hintergrund: Verkehrswende
Die Schweiz investiert seit Jahren massiv in den Ausbau und die Modernisierung ihres öffentlichen Verkehrsnetzes. Ziel ist es, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr weiter zu erhöhen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Der aktuelle Fahrplanwechsel ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Stärkung der Tourismusregionen
Der neue Fahrplan berücksichtigt auch die Bedürfnisse der Tourismusbranche. Die Anbindung an beliebte Ferienregionen im Berner Oberland, in Graubünden, der Innerschweiz und im Wallis wird verbessert. Es wird erwartet, dass diese Gebiete künftig stärker frequentiert werden.
Dies ist eine wichtige Massnahme, um den Tourismus in der Schweiz weiter zu fördern. Eine gute Erreichbarkeit ist entscheidend für Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die SBB reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Reiseoptionen.
Auswirkungen auf die Reisenden
- Kürzere Reisezeiten: Durch optimierte Verbindungen.
- Mehr Flexibilität: Dank dichterer Takte und erweiterter Nachtangebote.
- Bessere Anbindung: Insbesondere für ländliche Gebiete und Tourismusdestinationen.
- Temporäre Einschränkungen: In Zürich aufgrund von Bauarbeiten am Tramnetz.
Insgesamt zeigt der Fahrplanwechsel, dass die Schweiz weiterhin auf einen leistungsstarken und zukunftsfähigen öffentlichen Verkehr setzt. Die Investitionen in die Infrastruktur sollen die Attraktivität des Bahnfahrens weiter steigern und einen wichtigen Beitrag zur Mobilität der Zukunft leisten.





