Der Zoo Basel feiert in diesem Jahr erneut erfolgreichen Pinguinnachwuchs. Über mehrere Monate hinweg schlüpften junge Brillen-, Esels- und Königspinguine. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt die Expertise des Zoos in der Haltung und Zucht dieser faszinierenden Seevögel. Besucher können die jungen Pinguine bereits im Vivarium und im Sautergarten beobachten.
Wichtige Erkenntnisse
- Erfolgreiche Zucht von Brillen-, Esels- und Königspinguinen im Zoo Basel.
- Die Küken schlüpften verteilt über mehrere Monate im Jahr 2025.
- Unterschiedliche Brutstrategien und Aufzuchtdauern bei den Pinguinarten.
- Der traditionelle Pinguinspaziergang findet von November bis Februar statt.
- Besondere Verhaltensregeln für Besucher beim Pinguinspaziergang sind zu beachten.
Vielfältiger Nachwuchs bei drei Pinguinarten
Im Vivarium des Zoos Basel haben die Eselspinguine ein Jungtier und die Königspinguine zwei Küken aufgezogen. Im Sautergarten sind zudem vier junge Brillenpinguine des Jahrgangs 2025 zu sehen. Die Geburten verteilten sich über das gesamte Jahr. Die ersten beiden Brillenpinguinküken schlüpften bereits im Mai. Im Juli folgte das Eselspinguinküken, gefolgt von zwei Königspinguinen im August. Im September kamen dann zwei weitere Brillenpinguine zur Welt.
Die jungen Brillenpinguine sind noch leicht an ihrem Jugendgefieder zu erkennen. Sie haben ihre Bruthöhlen bereits verlassen und bewegen sich nun mit der gesamten Gruppe. Der junge Eselspinguin ist etwas schwieriger zu entdecken. Die beiden jungen Königspinguine fallen hingegen mit ihrem braunen Daunenkleid sofort ins Auge.
Interessanter Fakt
Der erste Pinguinspaziergang in seiner heutigen Form fand 1975 im Zoo Basel statt. Was damals als Experiment begann, entwickelte sich zu einem Publikumsmagneten.
Unterschiede bei Brut und Aufzucht
Obwohl die Brut und Aufzucht bei den drei Pinguinarten viele Gemeinsamkeiten aufweisen, gibt es doch deutliche Unterschiede in einzelnen Phasen. Ein Hauptunterschied liegt in der Grösse des Geleges. Esels- und Brillenpinguine legen normalerweise zwei Eier pro Gelege. Königspinguine legen hingegen stets nur ein Ei.
Dies hängt direkt mit dem jeweiligen Brutplatz zusammen. Esels- und Brillenpinguine bauen Nester. Brillenpinguine verwenden dabei hauptsächlich pflanzliches Material wie Zweige und Gräser. Eselspinguine ergänzen ihre Nester zusätzlich mit zahlreichen Steinen. Königspinguine brüten ihr einziges Ei unter einer Bauchfalte auf ihren Füssen aus, ohne ein festes Nest zu bauen.
Lange Aufzuchtdauer bei Königspinguinen
Die Dauer der Kükenaufzucht variiert ebenfalls stark je nach Pinguinart. Die Jungtiere der Esels- und Brillenpinguine entwickeln nach etwa zehn bis zwölf Wochen ihr erstes wasserabweisendes Gefieder. Erst mit diesem Gefieder können sie ins Wasser gehen und eigenständig nach Nahrung jagen. Bei den Königspinguinen dauert dieser Prozess deutlich länger. Es vergehen ganze zehn bis dreizehn Monate, bis sie ihr Daunenkleid ablegen und schwimmfähig sind.
Königspinguine müssen ihre Küken also erheblich länger versorgen. Dies bedeutet, dass die meisten Königspinguinpaare nicht jedes Jahr ein Jungtier erfolgreich aufziehen können. Die längere Abhängigkeit der Jungtiere erfordert eine grössere Investition der Elterntiere.
Hintergrundinformationen zum Pinguinspaziergang
Die Idee des Pinguinspaziergangs kam von der ehemaligen Tierpflegerin Elisabeth Ando. Sie besuchte Ende der 1960er-Jahre den Zoo in Edinburgh und sah dort Pinguine frei spazieren. Dies inspirierte sie, ein ähnliches Konzept auch im Zoo Basel auszuprobieren.
Der Pinguinspaziergang: Ein Winterhighlight
Die drei im Vivarium gehaltenen Jungtiere der Königs- und Eselspinguine sind bereits gelegentlich beim täglichen Pinguinspaziergang zu beobachten. Dieser Spaziergang hat sich zu einem festen Bestandteil des Winterprogramms im Zoo Basel entwickelt. Er findet in der Regel von November bis Februar täglich statt. Eine wichtige Bedingung ist dabei die Aussentemperatur, die um die zehn Grad Celsius liegen sollte.
Der Spaziergang beginnt gegen 11 Uhr bei der Vivariumsbrücke. Er zieht laut Mitteilung des Zoos täglich eine Vielzahl von Gästen an. Ohne die frei spazierenden Pinguine wären die Wintermonate im Zoo Basel heute undenkbar. Der Spaziergang bietet Besuchern eine einzigartige Gelegenheit, die Pinguine aus nächster Nähe zu erleben.
"Der Pinguinspaziergang ist ein fester Bestandteil unseres Winterprogramms und begeistert Jung und Alt. Er bietet eine besondere Perspektive auf unsere Tiere."
Sicherheit und Verhaltensregeln
Um die Sicherheit von Mensch und Tier jederzeit zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf zu sichern, haben die Verantwortlichen des Zoos spezifische Verhaltensregeln aufgestellt. Die wichtigste Regel dabei ist: Abstand halten. Besucher werden gebeten, den Pinguinen genügend Raum zu lassen und sie nicht zu bedrängen.
Diese Regeln sind entscheidend, damit die Pinguine ihren Spaziergang ungestört geniessen können und die Interaktion für alle Beteiligten positiv bleibt. Der Zoo Basel legt grossen Wert darauf, dass sowohl das Wohl der Tiere als auch das Erlebnis der Besucher im Vordergrund stehen.
- Halten Sie immer genügend Abstand zu den Pinguinen.
- Berühren Sie die Tiere nicht.
- Folgen Sie den Anweisungen des Zoopersonals.
- Verwenden Sie Blitzlicht nicht beim Fotografieren.





