Der Neubau des Biomedizin-Gebäudes der Universität Basel auf dem Life-Sciences-Campus schreitet zügig voran. Aktuellen Berichten zufolge ist der Rohbau bereits drei Monate früher als ursprünglich geplant fertiggestellt. Zudem hält das Projekt, zwei Jahre nach Baubeginn, die veranschlagten Kosten ein.
Wichtige Punkte
- Rohbau des Biomedizin-Gebäudes drei Monate vor Plan fertig.
- Gesamtkosten von 365 Millionen Franken werden voraussichtlich eingehalten.
- Gebäude bietet Platz für über 700 Forscherinnen und Forscher.
- Positive Entwicklung im Vergleich zum benachbarten Biozentrum.
Fortschritt am Life-Sciences-Campus
Die Universität Basel meldet erfreuliche Nachrichten zum Bauprojekt ihres neuen Biomedizin-Gebäudes. Die Errichtung des Rohbaus wurde bereits Ende 2025 abgeschlossen, was eine bemerkenswerte Beschleunigung des Zeitplans darstellt. Ursprünglich war die Fertigstellung dieses Bauabschnitts für Anfang 2026 vorgesehen.
Dieser schnelle Fortschritt ist besonders relevant, da grosse Bauprojekte oft mit Verzögerungen und Kostenüberschreitungen zu kämpfen haben. Der frühe Abschluss des Rohbaus bedeutet, dass die endgültige Gebäudehöhe erreicht ist. Die nächsten Schritte umfassen den Fassadenbau und den Einbau der Haustechnik, die im Januar 2026 beginnen sollen.
Faktencheck
- Baustart: Vor rund zwei Jahren
- Rohbau-Fertigstellung: Drei Monate vor dem ursprünglichen Plan
- Prognostizierte Endkosten: 365 Millionen Franken
- Kapazität: Über 700 Forscherinnen und Forscher
Kostenmanagement und finanzielle Stabilität
Ein weiterer positiver Aspekt des Projekts ist die Einhaltung des Kostenrahmens. Die Universität Basel gibt an, dass die finanziellen Reserven für das Laborgebäude stabil sind. Die Prognose für die Endkosten fällt positiv aus.
Im Jahr 2022 hatten die Regierungen beider Basel bekannt gegeben, dass die Kosten für den Neubau um 153 Millionen Franken höher ausfallen würden als ursprünglich geplant, was eine Gesamtsumme von 365 Millionen Franken ergab. Nach aktuellem Stand können diese 365 Millionen Franken eingehalten werden.
Obwohl es in einzelnen Bereichen wie der IT- und audiovisuellen Technik zu Teuerungen kommt, beeinträchtigt dies die Kostensicherheit des Gesamtprojekts nicht. Das strikte Kostenmanagement scheint Früchte zu tragen.
„Die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans bei einem Bauprojekt dieser Grössenordnung ist ein klares Zeichen für effektive Planung und Ausführung. Dies ist besonders in der aktuellen Wirtschaftslage bemerkenswert.“
Ein modernes Laborgebäude für die Forschung
Das neue Biomedizin-Gebäude ist ein zentraler Bestandteil des Life-Sciences-Campus der Universität Basel. Es wird zukünftig mehr als 700 Forscherinnen und Forschern moderne Arbeitsplätze bieten. Dies unterstreicht die Bedeutung Basels als führenden Standort in den Biowissenschaften.
Die Ausstattung des Gebäudes wird auf dem neuesten Stand der Technik sein, um optimale Bedingungen für die biomedizinische Forschung zu gewährleisten. Dies ist entscheidend, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können und hochqualifizierte Wissenschaftler anzuziehen.
Herausforderungen und Lehren aus der Vergangenheit
Die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts gewinnt zusätzliche Relevanz im Hinblick auf frühere Erfahrungen am Basler Life-Sciences-Campus. Das benachbarte Biozentrum, ebenfalls ein prestigeträchtiges Bauvorhaben der Universität, sah sich während seiner Bauphase mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert.
Dort explodierten die Kosten und die Bauarbeiten verzögerten sich um mehrere Jahre. Statt der prognostizierten 337 Millionen Franken beliefen sich die Endkosten des im September 2021 eröffneten Baus auf über 430 Millionen Franken. Diese Entwicklung führte sogar zur Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission.
Hintergrund: Das Biozentrum-Projekt
Das Biozentrum der Universität Basel ist ein weiteres grosses Laborgebäude auf dem Campus. Sein Bau war von erheblichen Problemen geprägt:
- Ursprüngliche Kostenprognose: 337 Millionen Franken
- Tatsächliche Endkosten: Über 430 Millionen Franken
- Verzögerung: Mehrere Jahre über dem Zeitplan
- Konsequenz: Parlamentarische Untersuchungskommission
Die positive Entwicklung beim Biomedizin-Gebäude zeigt, dass aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde.
Bedeutung für den Forschungsstandort Basel
Der reibungslose Verlauf des Neubaus des Biomedizin-Gebäudes ist ein starkes Signal für den Forschungsstandort Basel. Er stärkt das Vertrauen in die Fähigkeit der Universität, grosse und komplexe Projekte effizient zu managen.
Die Schaffung neuer, hochmoderner Forschungsinfrastruktur ist essentiell, um Basels Position als Zentrum für Life Sciences weiter auszubauen. Dies zieht nicht nur Forscher an, sondern fördert auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Pharmaindustrie und Biotechnologieunternehmen.
Die Investition in das Biomedizin-Gebäude sichert langfristig hochwertige Arbeitsplätze und trägt zur wirtschaftlichen Stärke der Region bei. Es ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Wissenschaft in Basel.





