Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) erhält vom Kanton Basel-Stadt für die Jahre 2026 bis 2029 einen substanziell erhöhten Beitrag. Insgesamt werden 43,7 Millionen Franken gesprochen, was einer Steigerung von 13,5 Millionen Franken gegenüber der vorherigen Finanzierungsperiode entspricht. Diese zusätzlichen Mittel sollen dem UKBB helfen, aktuelle finanzielle Herausforderungen zu meistern und die Versorgung in der Kindermedizin sicherzustellen.
Wichtigste Punkte
- Basel-Stadt erhöht den Beitrag an das UKBB um 13,5 Millionen Franken auf 43,7 Millionen Franken.
- Die Finanzspritze soll Liquiditätsengpässe überbrücken und die Kindermedizin stabilisieren.
- Das UKBB verzeichnete 2024 einen Verlust von 9,8 Millionen Franken, hauptsächlich durch strukturelle Unterfinanzierung.
- Die Erhöhung war im Grossen Rat von Basel-Stadt unbestritten, im Baselbieter Landrat weniger eindeutig.
Deutliche Erhöhung der Kantonsbeiträge
Der Grosse Rat von Basel-Stadt hat eine signifikante Erhöhung des Beitrags an das Universitäts-Kinderspital beider Basel beschlossen. Von 2026 bis 2029 stehen dem UKBB nun 43,7 Millionen Franken zur Verfügung. Dies ist eine Erhöhung um 13,5 Millionen Franken im Vergleich zur vorherigen Finanzierungsperiode.
Diese zusätzliche finanzielle Unterstützung ist als Überbrückung gedacht. Sie soll dem UKBB ermöglichen, betriebliche Massnahmen umzusetzen. Ziel ist es, die derzeitige schwierige Phase in der Kindermedizin zu überwinden und Liquiditätsengpässe zu vermeiden.
Fakten auf einen Blick
- Gesamtbeitrag Basel-Stadt 2026-2029: 43,7 Millionen Franken
- Erhöhung gegenüber Vorperiode: 13,5 Millionen Franken
- UKBB-Verlust 2024: 9,8 Millionen Franken
Finanzielle Lage des UKBB
Das Universitäts-Kinderspital beider Basel schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem Verlust von 9,8 Millionen Franken ab. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf die strukturelle Unterfinanzierung im ambulanten Bereich zurückzuführen. Ein Problem, das nicht nur das UKBB betrifft, sondern auch andere Kinderspitäler in der Schweiz vor ähnliche Herausforderungen stellt.
Die Kindermedizin, insbesondere die ambulante Versorgung, ist in der Schweiz chronisch unterfinanziert. Dies führt zu erheblichen finanziellen Belastungen für spezialisierte Einrichtungen wie das UKBB. Die erhöhten Kantonsbeiträge sind ein Versuch, dieser Problematik entgegenzuwirken und die Zukunft des Spitals zu sichern.
«Die Sicherstellung einer hochwertigen Kindermedizin ist eine zentrale Aufgabe für unsere Gesellschaft. Die finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um dies langfristig zu gewährleisten.»
Politische Diskussion und Zustimmung
Die Erhöhung der Ausgaben für das UKBB fand im Grossen Rat von Basel-Stadt breite Zustimmung. Sämtliche Fraktionen sprachen sich für den zusätzlichen Beitrag aus. Dies unterstreicht die parteiübergreifende Anerkennung der Bedeutung des UKBB für die Gesundheitsversorgung der Region.
Anders gestaltete sich die Diskussion im Baselbieter Parlament vor zwei Wochen. Dort wurde über den partnerschaftlichen Geschäftsanteil des Kantons Basel-Landschaft von 42,4 Millionen Franken für das UKBB abgestimmt. Der Entscheid fiel mit 57 zu 21 Stimmen bei 8 Enthaltungen weniger deutlich aus.
Hintergrund: Partnerschaftliche Finanzierung
Das UKBB wird als Universitäts-Kinderspital von beiden Basel getragen. Die Finanzierung erfolgt partnerschaftlich durch die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Entscheidungen über Beiträge müssen daher in beiden Kantonsparlamenten gefasst werden, was zu unterschiedlichen Diskussionen führen kann.
Die Rolle der SVP-Fraktion im Baselbiet
Im Baselbieter Landrat lehnte die SVP-Fraktion die Ausgabenbewilligung ab. Dies zeigt, dass die Finanzierung von Spitälern und die Verteilung der Lasten zwischen den Kantonen weiterhin ein Thema für politische Debatten bleiben. Trotzdem konnte sich die Vorlage durchsetzen, was die Notwendigkeit der Unterstützung des UKBB unterstreicht.
Die nun beschlossenen Gelder sollen dem UKBB die nötige Stabilität geben. Sie ermöglichen dem Spital, sich auf die Verbesserung der betrieblichen Effizienz zu konzentrieren und gleichzeitig die hohe Qualität der medizinischen Versorgung für Kinder und Jugendliche aufrechtzuerhalten.
Ausblick für das UKBB
Mit den zugesagten Mitteln kann das UKBB in den kommenden Jahren wichtige Massnahmen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung umsetzen. Dies betrifft nicht nur die Bewältigung der strukturellen Unterfinanzierung, sondern auch Investitionen in Personal und Infrastruktur. Die langfristige Sicherstellung der kinderärztlichen Versorgung in der Region ist das oberste Ziel.
Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft zeigen mit dieser Zusage ihre Verpflichtung, die Gesundheitsversorgung für die jüngsten Patienten zu priorisieren. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Auswirkungen die erhöhten Beiträge auf die finanzielle und operative Situation des UKBB in den nächsten Jahren haben werden.





