Die Grippewelle trifft den Kanton Basel-Stadt aktuell mit ungewöhnlicher Härte. Die Fallzahlen pro Kopf sind hier fast doppelt so hoch wie im Schweizer Durchschnitt. Nur der Kanton Schaffhausen verzeichnet noch höhere Werte. Diese Entwicklung stellt die regionalen Spitäler vor grosse Herausforderungen.
Wichtige Erkenntnisse
- Basel-Stadt verzeichnet 61,57 Grippe-Fälle pro 100'000 Einwohner.
- Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 33,57 Fällen.
- Die Belastung der Spitäler ist durch den Anstieg der Atemwegsinfekte spürbar.
- Besonders Menschen über 65 Jahre sind stark betroffen.
- Spitäler in Basel haben eine Maskenpflicht für Besucher und Personal eingeführt.
Basel-Stadt an der Spitze der Grippewelle
Die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigen ein klares Bild: Basel-Stadt ist ein Epizentrum der diesjährigen Grippewelle. Mit 61,57 Fällen pro 100'000 Einwohnern liegt der Kanton weit über dem landesweiten Durchschnitt von 33,57 Fällen. Dies bedeutet eine fast doppelt so hohe Inzidenz in der Region Basel.
Nur der Kanton Schaffhausen weist mit 66,54 Fällen pro 100'000 Einwohner noch höhere Zahlen auf. Diese Daten unterstreichen die besondere Situation in der Nordwestschweiz.
Fakten zur Grippe in Basel
- Fälle pro 100'000 Einwohner (Basel-Stadt): 61,57
- Fälle pro 100'000 Einwohner (Schweizweit): 33,57
- Am stärksten betroffene Altersgruppe: Über 65-Jährige
- Hauptvirusstamm: Influenza A
Spitäler unter Druck
Das Gesundheitsdepartement (GD) Basel-Stadt bestätigt, dass die Grippewelle die lokalen Spitäler erreicht hat. Die Zahl der Konsultationen wegen respiratorischer Infekte ist sowohl im ambulanten Bereich als auch in den Spitälern stark angestiegen.
«In den Spitälern in Basel wie auch im Rest der Schweiz ist die Grippewelle angekommen», erklärt das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt. «Sowohl im ambulanten Bereich als auch in den Spitälern haben die Konsultationen wegen respiratorischer Infekte stark zugenommen.»
Diese erhöhte Nachfrage nach medizinischer Versorgung führt zu einer spürbaren Belastung des Gesundheitssystems. Der Anstieg der Fälle begann bereits vor Weihnachten und zeigte nach einem leichten Rückgang nach den Feiertagen erneut eine ansteigende Tendenz.
Herausforderungen durch Personalausfälle
Obwohl das Gesundheitsdepartement auf einen Anstieg der Influenza-Fälle vorbereitet war, stellen Ausfälle beim Personal aufgrund eigener viraler Infekte eine zusätzliche Herausforderung dar. Dies kann die Kapazitäten der Spitäler weiter einschränken und die Versorgung erschweren.
Hintergrund: Grippesaison
Die Grippesaison tritt in der Schweiz typischerweise in den Herbst- und Wintermonaten auf. Sie ist gekennzeichnet durch die Verbreitung von Influenza-Viren, die Atemwegsinfektionen verursachen. Symptome reichen von Fieber und Husten bis zu schweren Komplikationen, besonders bei Risikogruppen.
Dringende Empfehlungen und Maskenpflicht
Eine allgemeine Impfpflicht sieht der Kanton Basel-Stadt derzeit nicht vor. Das Gesundheitsdepartement appelliert jedoch dringend an die Eigenverantwortung der Bevölkerung, insbesondere an Risikogruppen. Dazu gehören Personen über 65 Jahre, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und medizinisches Personal. Für diese Gruppen wird eine jährliche Grippeimpfung empfohlen.
An bestimmten Orten wurde die Maskenpflicht wieder eingeführt. Die meisten Spitäler in Basel verlangen von Besuchern und Personal das Tragen einer Maske bei direktem Patientenkontakt. Für öffentliche Orte in Basel gibt es jedoch keine allgemeine Maskenpflicht.
Schutzmassnahmen im Überblick
- Impfen lassen: Besonders für Risikogruppen dringend empfohlen.
- Maskenpflicht: In den meisten Basler Spitälern bei Patientenkontakt.
- Hygiene: Regelmässiges Händewaschen und Vermeiden von Berührungen im Gesicht.
- Abstand halten: Bei Krankheitssymptomen zu Hause bleiben und Kontakte meiden.
Die Entwicklung der Grippewelle wird vom Gesundheitsdepartement weiterhin genau beobachtet, um bei Bedarf weitere Massnahmen ergreifen zu können. Die Bevölkerung wird aufgerufen, die empfohlenen Schutzmassnahmen zu beachten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.





