Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) sucht aktiv spezialisierte Pflegefachkräfte. Dies geschieht nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana. Das Spital betont jedoch, dass die Versorgung der betroffenen Patienten gesichert ist. Die Suche dient primär der Entlastung der bestehenden Teams und der Aufrechterhaltung des normalen Spitalbetriebs.
Wichtige Erkenntnisse
- Das CHUV sucht spezialisierte Pflegekräfte, insbesondere für Intensivpflege und Operationssäle.
- Die Kampagne läuft über Social Media und Zeitarbeitsfirmen.
- Das Spital versichert, dass die Versorgung der Opfer aus Crans-Montana gewährleistet ist.
- Die neuen Kräfte sollen bestehende Teams entlasten und den Normalbetrieb sichern.
- Der Bedarf ist auf etwa drei Monate ausgelegt.
Dringender Aufruf in sozialen Medien
In den sozialen Medien sind in den letzten Tagen verstärkt Aufrufe zur Meldung von spezialisiertem Pflegepersonal zu sehen. Diese Anzeigen betonen die Dringlichkeit der Situation. Sie richten sich an Pflegefachkräfte, die Expertise in der Intensivpflege und bei der Behandlung von Schwerbrandverletzten besitzen. Als Einsatzort wird explizit das Universitätsspital Lausanne genannt.
Einige dieser Aufrufe, koordiniert über Zeitarbeitsfirmen wie Manpower, fordern Pflegefachkräfte auf, sich unabhängig von ihrer aktuellen beruflichen Situation umgehend zu melden. Der Appell lautet: «Ihr Engagement macht den Unterschied.» Die Nachricht soll in Fachkreisen weiterverbreitet werden. Die Mindesteinsatzdauer beträgt zwei Monate.
Faktencheck
- Die Social-Media-Aufrufe sind real und werden von Zeitarbeitsfirmen im Auftrag des CHUV geschaltet.
- Gesucht werden Fachkräfte für Intensivpflege und Schwerbrandverletzte.
- Das CHUV hat ausreichend Personal für die aktuelle Versorgung, sucht aber zur Entlastung.
Das CHUV relativiert die Lage
Auf Nachfrage versichert das Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), dass keine akute Notlage besteht. Stéphane Benoit-Godet, Sprecher des Unispitals, erklärte, dass für die Versorgung der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana ausreichend Ressourcen vorhanden sind. Dies betrifft sowohl das Personal als auch die fachliche Expertise. Man verfüge über genügend qualifizierte Pflegekräfte zur angemessenen Behandlung der betroffenen Patientinnen und Patienten.
Der Hauptgrund für die Suche nach zusätzlichen Kräften liegt laut CHUV in der langfristigen Sicherstellung der Versorgung. Es geht darum, die bestehenden Teams zu entlasten. So können Pflegekräfte aus der Intensivpflege und dem Operationsbereich ihre wohlverdienten Ferien beziehen oder vertreten werden. Dies soll ohne negative Auswirkungen auf andere Patienten geschehen.
«Es werden vor allem zusätzliche Fachkräfte für die allgemeine Intensivpflege gesucht, um bestehende Teams zu entlasten», so Stéphane Benoit-Godet, Sprecher des CHUV.
Verstärkung für Ferien und Vertretungen
Das Spital nutzt für diese Verstärkung einen internen Personalpool. Zudem arbeitet es mit externen Zeitarbeitsfirmen zusammen. Eine positive Entwicklung ist auch, dass sich ehemalige CHUV-Mitarbeitende mit den nötigen Qualifikationen freiwillig zur Unterstützung gemeldet haben. Diese Mischung aus internen und externen Ressourcen hilft, den Personalbedarf flexibel zu decken.
Der grösste Bedarf besteht auf den Intensivstationen. Auch der Operationsbereich, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, benötigt Unterstützung. Der aktuelle Personalbedarf ist für einen Zeitraum von etwa drei Monaten vorgesehen. Dies zeigt, dass es sich um eine geplante Verstärkung handelt, nicht um eine panische Reaktion auf einen Notfall.
Hintergrund der Brandkatastrophe
In der Silvesternacht ereignete sich in einer Bar in Crans-Montana eine verheerende Brandkatastrophe. Bei diesem Unglück kamen mindestens 40 Menschen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden verletzt und mussten in spezialisierten Kliniken behandelt werden, darunter auch das Unispital Lausanne. Die Ereignisse führten zu einer nationalen Trauer und lösten eine breite Diskussion über Brandschutz und Sicherheitsvorkehrungen aus.
Keine Auswirkungen auf den normalen Spitalbetrieb
Das CHUV betont, dass die aktuelle Situation keine Auswirkungen auf den normalen Spitalbetrieb hat. Anders als während der Covid-Pandemie sind keine Umstrukturierungen notwendig. Es müssen auch keine Fachkräfte ausserhalb ihres üblichen Tätigkeitsbereichs eingesetzt werden. Das Unispital kann seinen Versorgungsauftrag weiterhin vollumfänglich erfüllen.
Die gezielte Suche nach spezialisierten Pflegekräften ist Teil einer proaktiven Strategie. Sie soll Engpässe vermeiden und eine hohe Versorgungsqualität sicherstellen. Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat zwar einen erhöhten Bedarf an spezialisierter Pflege ausgelöst, doch das CHUV reagiert darauf mit geplanten Massnahmen.
- Intensivpflege: Hier wird die grösste Verstärkung benötigt.
- Operationsbereich: Auch dieser Bereich benötigt zusätzliche Fachkräfte.
- Flexibilität: Das Spital nutzt interne und externe Ressourcen.
- Prävention: Die Massnahmen sollen Engpässe verhindern.
Die Verantwortlichen im CHUV sind zuversichtlich, den Bedarf decken zu können. Die Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen und die Bereitschaft ehemaliger Mitarbeiter, auszuhelfen, zeigen eine gute Mobilisierungsfähigkeit. Dies ist entscheidend, um die hohe Qualität der Patientenversorgung aufrechtzuerhalten, besonders in Zeiten erhöhten Bedarfs.





