Die Arbeitslosenzahlen in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau sind im Dezember 2025 angestiegen. Während Basel-Stadt mit 4,6 Prozent weiterhin deutlich über dem Schweizer Durchschnitt liegt, verzeichnet auch Baselland einen leichten Zuwachs. Die Entwicklung spiegelt einen saisonal üblichen Trend wider, zeigt aber im Jahresvergleich eine spürbare Verschlechterung der Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Arbeitslosenquote in Basel-Stadt stieg im Dezember auf 4,6 Prozent.
- Im Kanton Basel-Landschaft erhöhte sich die Quote auf 3,0 Prozent.
- Auch der Kanton Aargau meldet einen Anstieg auf 3,4 Prozent.
- Die Zahl der offenen Stellen entwickelte sich in den Kantonen uneinheitlich.
Deutlicher Anstieg in Basel-Stadt
Im Kanton Basel-Stadt hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt zum Jahresende 2025 spürbar eingetrübt. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte und erreichte einen Stand von 4,6 Prozent. Damit liegt der Stadtkanton weiterhin klar über dem nationalen Durchschnitt von 3,1 Prozent.
Insgesamt waren im Dezember 4.778 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Zunahme von 224 Personen im Vergleich zum Vormonat November. Die Zahl der Stellensuchenden, welche auch Personen in Weiterbildungsmassnahmen umfasst, stieg ebenfalls an und lag bei 7.053.
Vergleich zum Vorjahr
Die aktuelle Entwicklung ist auch im längerfristigen Vergleich besorgniserregend. Im Dezember 2024 lag die Arbeitslosenquote in Basel-Stadt noch bei 4,2 Prozent. Der Anstieg um 0,4 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres deutet auf eine strukturelle Herausforderung hin.
Ein weiteres Indiz für eine angespanntere Lage ist der Rückgang bei den gemeldeten offenen Stellen. Deren Zahl sank im Dezember um 192 auf nur noch 1.044. Dies könnte für Stellensuchende bedeuten, dass die Jobsuche in den kommenden Monaten anspruchsvoller wird.
Basel-Landschaft mit moderater Zunahme
Auch im Kanton Basel-Landschaft ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen, wenn auch in einem geringeren Ausmass. Die Quote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte und erreichte die Marke von 3,0 Prozent. Damit liegt der Kanton knapp unter dem schweizweiten Durchschnitt.
Die absolute Zahl der als arbeitslos registrierten Personen stieg um 238 auf 4.527. Die Zahl der Stellensuchenden erhöhte sich leicht um 47 Personen auf insgesamt 6.868.
Gegenläufiger Trend bei offenen Stellen
Im Gegensatz zu Basel-Stadt zeigt sich in Baselland ein positives Signal auf dem Stellenmarkt. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen nahm deutlich zu. Im Dezember waren 1.828 Stellen ausgeschrieben, was einem Plus von 343 im Vergleich zum November entspricht.
Diese Zunahme könnte darauf hindeuten, dass Unternehmen im Baselbiet trotz der angespannten Wirtschaftslage weiterhin nach Fachkräften suchen und für das neue Jahr mit Einstellungen planen.
Dennoch zeigt auch hier der Jahresvergleich eine negative Tendenz. Im Dezember 2024 betrug die Arbeitslosenquote im Landkanton noch 2,5 Prozent. Der Anstieg auf 3,0 Prozent innerhalb von zwölf Monaten ist ein klares Zeichen für eine Abkühlung des regionalen Arbeitsmarktes.
Kräftiger Zuwachs im Kanton Aargau
Der Kanton Aargau verzeichnete im Dezember ebenfalls einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Quote kletterte um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent und liegt damit ebenfalls über dem Landesdurchschnitt.
Bei den Aargauer RAV waren zum Jahresende 13.192 Personen als arbeitslos gemeldet, was einer Zunahme von 843 Personen gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Gesamtzahl der Stellensuchenden erhöhte sich um 546 auf 19.894 Personen.
Saisonale Effekte und wirtschaftliche Unsicherheit
Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Dezember ist in Branchen wie dem Baugewerbe oder der Gastronomie saisonal bedingt. Allerdings deuten die im Jahresvergleich höheren Quoten in allen drei Kantonen darauf hin, dass auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit eine Rolle spielt. Unternehmen agieren bei Neueinstellungen möglicherweise zurückhaltender.
Ähnlich wie in Baselland gab es auch im Aargau mehr offene Stellen. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten Vakanzen stieg um 740 auf 3.489. Dies zeigt, dass der Bedarf an Arbeitskräften in bestimmten Sektoren weiterhin hoch ist.
Einordnung der Zahlen
Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlichten Zahlen für Dezember 2025 zeichnen ein gemischtes Bild für die Nordwestschweiz. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zwar saisonal typisch, fällt im Vergleich zum Vorjahr jedoch stärker aus.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- Basel-Stadt: Höchste Quote in der Region (4,6 %) und ein Rückgang der offenen Stellen.
- Basel-Landschaft: Moderater Anstieg (3,0 %), aber eine deutliche Zunahme bei den offenen Stellen.
- Aargau: Spürbarer Anstieg (3,4 %), ebenfalls begleitet von einem Zuwachs an gemeldeten Vakanzen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob es sich um eine vorübergehende saisonale Delle handelt oder ob sich der Trend einer abkühlenden Wirtschaft in der Region verfestigt. Insbesondere die Entwicklung der offenen Stellen wird ein wichtiger Indikator für die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im neuen Jahr sein.





