Das Basler Parlament hat beschlossen, die Kosten für Einbürgerungen im Kanton Basel-Stadt zu senken. Dieser Schritt soll die demokratische Teilhabe fördern und den Zugang zur Schweizer Staatsbürgerschaft finanziell erleichtern. Die Entscheidung wurde am 11. Dezember 2025 getroffen und markiert eine wichtige Änderung in der Einbürgerungspraxis.
Wichtige Punkte
- Kosten für Einbürgerungen in Basel-Stadt sinken.
- Ziel ist die Förderung der demokratischen Teilhabe.
- Entscheidung des Basler Parlaments vom 11. Dezember 2025.
- Betroffen sind Gebühren des Kantons und der Gemeinde.
- Anpassung der Gebührenordnung soll umgesetzt werden.
Einbürgerungen werden günstiger: Ein Schritt zur Integration
Die Senkung der Einbürgerungskosten ist ein zentrales Anliegen des Basler Parlaments. Es geht darum, Hürden abzubauen, die Menschen bisher von der Beantragung der Staatsbürgerschaft abgehalten haben. Insbesondere finanzielle Aspekte spielen dabei eine grosse Rolle. Die Reduktion der Gebühren soll mehr Personen den Weg zur Einbürgerung öffnen.
Die Debatte um die Einbürgerungskosten hat in Basel-Stadt schon länger stattgefunden. Befürworter argumentieren, dass hohe Gebühren eine Form der Diskriminierung darstellen können. Sie verhindern, dass Menschen mit geringem Einkommen oder Familien die Möglichkeit haben, sich einzubürgern, selbst wenn sie alle anderen Kriterien erfüllen.
Wussten Sie schon?
In der Schweiz liegen die Kosten für eine ordentliche Einbürgerung je nach Gemeinde und Kanton zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Franken. Diese Spanne zeigt die grossen kantonalen Unterschiede.
Details der Kostenreduktion
Die genaue Höhe der Kostensenkung und die betroffenen Gebührenbereiche werden nun präzisiert. Es ist davon auszugehen, dass sowohl die kantonalen als auch die kommunalen Gebühren angepasst werden. Die genaue Umsetzung der Beschlüsse wird in den kommenden Monaten erfolgen.
Die Parlamentarier betonten, dass die Qualität des Einbürgerungsprozesses nicht leiden soll. Es gehe nicht darum, die Anforderungen zu senken, sondern den Zugang fairer zu gestalten. Das Verfahren soll weiterhin gründlich und transparent bleiben, um sicherzustellen, dass nur geeignete Personen eingebürgert werden.
"Wir möchten sicherstellen, dass die Einbürgerung nicht am Geldbeutel scheitert. Demokratische Teilhabe sollte für alle möglich sein, die sich in unsere Gesellschaft integriert haben und die Kriterien erfüllen."
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Für viele Einwohnerinnen und Einwohner Basels, die schon lange in der Stadt leben und arbeiten, aber noch keinen Schweizer Pass besitzen, ist dies eine gute Nachricht. Die finanzielle Entlastung könnte für manche der entscheidende Faktor sein, den Schritt zur Einbürgerung nun zu wagen.
Die Senkung der Kosten trägt dazu bei, dass mehr Menschen an politischen Prozessen teilnehmen können. Mit dem Schweizer Bürgerrecht erhalten sie das Stimm- und Wahlrecht auf allen Ebenen – Gemeinde, Kanton und Bund. Dies stärkt die lokale Demokratie und die Integration.
Hintergrund der Debatte
Die Diskussion über Einbürgerungsgebühren ist in der Schweiz nicht neu. Immer wieder gibt es Vorstösse, die Kosten zu vereinheitlichen oder zu senken. Hohe Gebühren werden oft als Hindernis für die Integration und als ungerecht empfunden.
Basel-Stadt positioniert sich mit diesem Beschluss als fortschrittlicher Kanton, der aktiv daran arbeitet, die Hürden für die politische Partizipation zu minimieren.
Vergleich mit anderen Kantonen
Im Vergleich zu anderen Kantonen waren die Einbürgerungskosten in Basel-Stadt bisher eher im mittleren bis oberen Bereich angesiedelt. Mit der nun beschlossenen Senkung könnte sich Basel-Stadt zu einem der Kantone mit den attraktivsten Einbürgerungsgebühren entwickeln.
Es bleibt abzuwarten, ob andere Kantone diesem Beispiel folgen werden. Eine schweizweite Harmonisierung der Gebühren wird immer wieder diskutiert, stösst aber oft auf föderalistische Widerstände. Jeder Kanton und jede Gemeinde hat derzeit die Freiheit, eigene Gebührenordnungen festzulegen.
Budgetdebatte im Baselbiet: Kontrast zur Stadt
Während Basel-Stadt die Einbürgerungen günstiger macht, gibt es im benachbarten Basel-Landschaft andere finanzielle Schwerpunkte. Dort wurde im Rahmen der Budgetdebatte über Kürzungen in anderen Bereichen gesprochen. Konkret wurden am selben Tag, dem 11. Dezember, Diskussionen über weniger Geld für den Wald und den Klimaschutz geführt.
Diese unterschiedlichen finanziellen Prioritäten zeigen die verschiedenen Herausforderungen und politischen Ausrichtungen der beiden Halbkantone. Während die Stadt Basel den Fokus auf soziale Integration und demokratische Teilhabe legt, ringt der Landkanton mit der Finanzierung von Umwelt- und Klimaprojekten.
Nächste Schritte der Umsetzung
Die Verwaltung in Basel-Stadt wird nun beauftragt, die notwendigen Anpassungen in der Gebührenordnung vorzunehmen. Es wird erwartet, dass die neuen, tieferen Gebühren in den kommenden Monaten in Kraft treten. Die Öffentlichkeit wird über die genauen Details und den Starttermin informiert.
Interessierte Personen sollten die offiziellen Mitteilungen des Kantons Basel-Stadt verfolgen, um sich über die genauen Bedingungen und den Ablauf der Einbürgerungsverfahren zu informieren. Die Möglichkeit, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erlangen, wird für viele nun greifbarer.
- Informationen folgen über offizielle Kanäle.
- Genaue Inkraftsetzung der neuen Gebühren wird mitgeteilt.
- Interessenten sollen sich auf der Kantonswebsite informieren.





