Die Stadt Basel reagiert auf die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit einem umfassenden Massnahmenpaket für die Sicherheit der Fasnachtskeller. Ab sofort gelten strengere Regeln für die sogenannten Cliquenkeller, darunter ein striktes Feuerverbot und eine begrenzte Besucherzahl. Diese Schritte sollen die Sicherheit während der Fasnacht gewährleisten und zukünftige Tragödien verhindern.
Wichtige Punkte
- Maximale Personenzahl von 50 bis 100 pro Keller
- Stichprobenartige Kontrollen durch die Feuerpolizei
- Absolutes Feuerverbot und Einschränkungen für Dekoration
- Sensibilisierungskampagne zur Brandprävention gestartet
Neue Regeln für Cliquenkeller
Die Stadt Basel hat eine Reihe von neuen Sicherheitsmassnahmen für die rund 70 Cliquenkeller eingeführt. Diese Massnahmen umfassen eine strikte Begrenzung der Besucherzahlen sowie ein umfassendes Verbot von Feuer und brennbaren Materialien. Die Feuerpolizei wird die Einhaltung dieser Vorgaben durch regelmässige Stichproben überwachen.
Veronika Röthlisberger, Direktorin der Gebäudeversicherung Basel-Stadt, erklärte, dass an den Eingängen der Keller Plaketten angebracht werden. Diese Plaketten zeigen deutlich an, wie viele Personen sich maximal im jeweiligen Keller aufhalten dürfen. Die genaue Zahl variiert zwischen 50 und 100 Personen, abhängig von der Anzahl der vorhandenen Ausgänge.
Wichtige Fakten
- Anzahl der Cliquenkeller in Basel: ca. 70
- Max. Personenzahl pro Keller: 50-100
- Jährliche Investition in Brandprävention: 6 Millionen Franken
Strenge Kontrollen und Konsequenzen bei Verstössen
Die Verantwortung für die Einhaltung der Personenobergrenze liegt bei den Betreibern der Cliquenkeller selbst. Sie müssen geeignete Massnahmen ergreifen, wie beispielsweise Einlasskontrollen oder Reservationen, um die maximale Besucherzahl zu gewährleisten. Die Feuerpolizei wird dies durch unangekündigte Stichproben überprüfen.
Bei Verstössen gegen die festgelegten Vorgaben drohen empfindliche Konsequenzen. «Falls bei den Stichproben die Personenanzahl nicht eingehalten wurde, stellen wir die Anzahl der erlaubten Besucher auf null runter», so Röthlisberger. Dies würde zur sofortigen Schliessung des betroffenen Cliquenkellers führen.
Auch die Gestaltung der Eingänge steht unter besonderer Beobachtung. Die Eingänge müssen jederzeit frei begehbar sein. Das Deponieren von Larven oder das Warten von Personen vor dem Eingang, um auf freie Plätze zu warten, ist nicht gestattet. Zudem wird dringend davon abgeraten, Dekorationselemente in den Eingangsbereichen anzubringen.
«An den Eingängen werden Plaketten angebracht, auf welchen steht, wie viele Personen sich im Keller befinden dürfen.»
Feuerverbot und Materialien
Ein zentraler Bestandteil des neuen Sicherheitspakets ist das absolute Feuerverbot in allen Cliquenkellern. Dies umfasst Kerzen und andere offene Flammen. Darüber hinaus ist die Verwendung von leicht entflammbarem Deko-Material untersagt. Ziel ist es, das Brandrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Feuerpolizei wird nicht nur die Personenanzahl, sondern auch die Art der Dekoration und die Einhaltung des Feuerverbots kontrollieren. Diese Massnahmen sind eine direkte Reaktion auf die jüngsten Ereignisse und sollen eine sichere Fasnacht für alle Besucherinnen und Besucher gewährleisten.
Hintergrund der Massnahmen
Die neuen Brandschutzmassnahmen in Basel sind eine direkte Reaktion auf die tragische Brandkatastrophe in Crans-Montana. Solche Ereignisse führen regelmässig zu einer Überprüfung und Verschärfung bestehender Sicherheitsvorschriften, insbesondere in Räumlichkeiten mit hohem Publikumsverkehr. Die Basler Fasnachtskeller sind aufgrund ihrer Beschaffenheit und der hohen Besucherzahlen besonders anfällig für solche Risiken.
Prävention und Sensibilisierung
Die Gebäudeversicherung Basel-Stadt investiert jährlich sechs Millionen Franken in Brandprävention und Sensibilisierung der Bevölkerung. Pünktlich zur Fasnacht hat die Stadt eine breit angelegte Kampagne zur Brandprävention gestartet. Diese Kampagne soll die Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren sensibilisieren und auf die neuen Regeln hinweisen.
Ein Sprecher der Rettung Basel-Stadt betonte, dass die Berufsfeuerwehr jederzeit einsatzbereit ist. «Die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt hat an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr genügend Mitarbeitende bei der Arbeit, um auch grössere Einsätze bewältigen zu können», erklärte er. Dies zeigt, dass die Stadt nicht nur präventiv handelt, sondern auch für den Ernstfall gut vorbereitet ist.
Die Fasnacht ist ein wichtiger Bestandteil der Basler Kultur. Mit den verschärften Brandschutzmassnahmen soll sichergestellt werden, dass dieses traditionelle Fest auch in Zukunft sicher gefeiert werden kann. Die Kombination aus strengeren Regeln, Kontrollen und einer umfassenden Sensibilisierungskampagne bildet die Grundlage für eine sichere Durchführung.





