Die Blaulichtorganisationen im Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt verzeichneten im Jahr 2025 einen leichten Anstieg der Einsatzzahlen. Sowohl die Kantonspolizei als auch die Berufs- und Milizfeuerwehren rückten häufiger aus als im Vorjahr. Die Sanität Basel-Stadt blieb mit ihren Einsätzen auf einem vergleichbaren Niveau.
Wichtige Erkenntnisse
- Kantonspolizei Basel-Stadt verzeichnete 34'562 Einsätze, eine Zunahme um fünf Prozent.
- Die Berufs- und Milizfeuerwehren hatten 3047 Einsätze, ein Plus von knapp acht Prozent.
- Die Sanität Basel-Stadt führte 23'665 Einsätze durch, fast unverändert zum Vorjahr.
- Die Notrufnummern wurden insgesamt häufiger gewählt, insbesondere die 117 und 144.
- Grossanlässe wie der Eurovision Song Contest und die UEFA Women’s Euro führten nicht zu signifikant mehr Notrufen.
Zunahme bei Polizei und Feuerwehr
Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat im vergangenen Jahr insgesamt 34'562 Einsätze bewältigt. Dies entspricht einer Zunahme von rund fünf Prozent im Vergleich zu den 32'732 Einsätzen im Jahr 2024. Diese Entwicklung zeigt eine erhöhte Aktivität und Präsenz der Polizei im Stadtgebiet.
Auch die Berufs- und Milizfeuerwehren von Basel-Stadt waren deutlich stärker gefordert. Sie absolvierten 3047 Einsätze, was einer Steigerung von knapp acht Prozent gegenüber den 2825 Einsätzen des Vorjahres entspricht. Diese Zahlen unterstreichen die wichtige Rolle der Feuerwehr bei der Bewältigung verschiedener Notfälle.
Faktencheck Einsätze 2025
- Polizeieinsätze: 34'562 (+5% zu 2024)
- Feuerwehreinsätze: 3047 (+8% zu 2024)
- Sanitätseinsätze: 23'665 (nahezu konstant)
Stabile Einsatzzahlen der Sanität
Im Gegensatz zur Polizei und Feuerwehr blieben die Einsatzzahlen der Sanität der Rettung Basel-Stadt im Jahr 2025 stabil. Mit 23'665 Einsätzen lag die Zahl praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (23'676 Einsätze). Dies deutet auf eine konstante Belastung für das medizinische Notfallpersonal hin.
Ein Grossteil der Sanitätseinsätze, genau 21'060, waren sogenannte Primär-Einsätze. Hierbei steht die Erstversorgung von Patienten am Einsatzort im Vordergrund. Oftmals handelt es sich um instabile Patientenzustände, die eine schnelle und präzise Reaktion erfordern.
Arten von Sanitätseinsätzen
- Primär-Einsätze: 21'060 (Erstversorgung vor Ort)
- Sekundär-Einsätze: 2500 (Verlegungstransporte)
- Notarzteinsätze: 1295 (zusätzliche medizinische Unterstützung)
Anstieg der Notrufe bei den Einsatzzentralen
Die Notrufnummern wurden von der Basler Bevölkerung im Jahr 2025 häufiger gewählt. Insgesamt gingen bei den Notrufzentralen der Polizei 54'645 Anrufe ein. Im Vorjahr waren es noch 53'315 Notrufe. Das bedeutet eine spürbare Zunahme der eingehenden Anrufe.
Auch die Einsatzzentrale der Rettung Basel-Stadt verzeichnete einen Anstieg. Hier gingen im vergangenen Jahr 38'490 Notrufe ein, verglichen mit 36'071 im Jahr 2024. Die Notrufnummer 144 wurde 35'387 Mal gewählt, während die Nummer 118 3103 Mal angerufen wurde.
„Die erhöhte Zahl der Notrufe zeigt, dass die Bevölkerung bei kritischen Situationen auf unsere Blaulichtorganisationen vertraut und schnell Hilfe anfordert“, so ein Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements.
Feuerwehr: Brände und technische Hilfeleistungen
Die Feuerwehr rückte im letzten Jahr 432 Mal zur Brandbekämpfung aus. Brände stellen weiterhin einen zentralen Aufgabenbereich dar und erfordern schnelles Handeln. Die Zahlen zeigen die Notwendigkeit einer gut ausgerüsteten und geschulten Feuerwehr.
Einen noch grösseren Anteil machten technische Hilfeleistungen aus. Hierzu gehörten 1096 Einsätze, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, Rettungen mit der Drehleiter bei medizinischen Notfällen, Hilfe bei Wasserschäden oder dringende Türöffnungen. Diese Vielfalt der Einsätze spiegelt das breite Spektrum der Aufgaben wider.
Hintergrund: Elementarereignisse
Neben Bränden und technischen Hilfeleistungen musste die Feuerwehr auch 45 Mal wegen Elementarereignissen ausrücken. Dazu zählen beispielsweise Einsätze infolge von Stürmen, Starkregen oder anderen Naturereignissen, die im Stadtgebiet Schäden verursachen können.
Grossanlässe ohne signifikante Auswirkungen
Basel war im Jahr 2025 Schauplatz zweier grosser internationaler Veranstaltungen: des Eurovision Song Contest im Mai und der UEFA Women’s Euro im Juli. Entgegen möglicher Erwartungen gab es während dieser Events keine signifikante Abweichung bei der Anzahl der Notrufe und Einsätze.
Die Organisationen konnten die zusätzlichen Besucher und die damit verbundenen Anforderungen offenbar ohne grössere Probleme bewältigen. Dies spricht für eine effektive Planung und Koordination der Sicherheits- und Rettungsdienste bei Grossveranstaltungen in Basel.
Die detaillierten Kennzahlen und weitere Informationen zu den vergangenen Jahren sind in den Jahresberichten des Regierungsrats öffentlich zugänglich. Diese Berichte bieten eine umfassende Übersicht über die Entwicklung der Blaulichtorganisationen in Basel-Stadt.





