Nach dem verheerenden Großbrand am ersten Weihnachtsfeiertag in Lörrach werden diese Woche die ersten Spendengelder an die betroffenen Familien ausgezahlt. Eine beeindruckende Summe von fast 36.000 Euro und über 380 Schweizer Franken konnte durch die Hilfsaktion gesammelt werden. Die Verteilung erfolgt nach einem transparenten Schlüssel, der die individuellen Verluste und die Haushaltsgröße berücksichtigt.
Wichtige Erkenntnisse
- Fast 36.000 Euro und 389 CHF wurden gespendet.
- Die ersten Auszahlungen erfolgen noch diese Woche.
- Verteilung erfolgt nach Haushaltsgröße, Schaden und Versicherungsstatus.
- Alle Kosten der Spendenaktion werden von Sponsoren getragen.
- Sachspenden werden gesammelt und ein Kleiderbasar organisiert.
Soforthilfe für betroffene Familien
Die Entscheidung über die Verteilung der Spendengelder wurde von der Leitung des Familienzentrums, dem Vorstand der Barbara-Carl-Stiftung und Landrätin Marion Dammann gemeinsam getroffen. Dies geschah nach einer detaillierten Erhebung, die alle betroffenen Familien umfasste. Ein Großteil der Familien wurde zu ihrer Haushaltsgröße, den erlittenen Verlusten und ihrem Versicherungsstatus befragt.
Ein betroffener Mann befindet sich weiterhin in stationärer Krankenhausbehandlung. Für ihn wird eine finanzielle Reserve zurückgehalten, um auch ihm nach Vorliegen aller notwendigen Angaben eine Soforthilfe zukommen lassen zu können. Die Initiatoren möchten zudem nicht vorhersehbare Sonderbelastungen abdecken.
Fakten zur Spendenaktion
- Gesamtsumme: 35.967,50 Euro und 389,10 Schweizer Franken.
- Alle Kosten der Aktion, wie für Getränke und Lebensmittel, übernehmen die Brauerei Lasser und die Barbara-Carl-Stiftung.
- 100 Prozent der Spendengelder kommen direkt den Brandopfern zugute.
Transparenter Verteilungsschlüssel
Die Verteilung der Spendensumme orientiert sich an einem klaren Schlüssel. Ein wesentlicher Faktor ist die Anzahl der Personen, die in einem betroffenen Haushalt leben. Darüber hinaus wurden die unterschiedliche Schadenshöhe in den Gebäuden sowie die individuelle Versicherungssituation der Familien berücksichtigt.
Ziel ist eine zeitnahe, transparente und faire Verteilung. Die Auszahlung der Spendengelder soll noch in dieser Woche beginnen. Derzeit werden letzte Kontoverbindungen der Betroffenen eingeholt, um eine reibungslose Überweisung zu gewährleisten. Später eingehende Spenden werden den bestehenden Rücklagen hinzugefügt.
„Die enorme Hilfsbereitschaft nach dem Großbrand hat uns wirklich gerührt und sprachlos gemacht. Wir sind dankbar für jede Unterstützung, die unseren Mitbürgern in dieser schweren Zeit zugutekommt.“
Organisation von Sachspenden
Neben den finanziellen Hilfen läuft auch die Organisation von Sachspenden auf Hochtouren. Lagermöglichkeiten für größere Gegenstände wie Möbel oder Waschmaschinen werden derzeit geprüft. Die eingegangenen Angebote von spendenwilligen Bürgern werden überprüft und bei Bedarf werden die Spender kontaktiert.
Diese Sachspenden werden für die Familien in den kommenden Wochen und Monaten sehr wichtig werden, wenn sie ihre neuen Wohnungen einrichten müssen. Die Koordination stellt sicher, dass die Hilfsgüter effizient und bedarfsgerecht verteilt werden können.
Hintergrund des Großbrands
Der Großbrand ereignete sich am ersten Weihnachtsfeiertag in Lörrach. Mehrere Häuser wurden dabei unbewohnbar. Die Katastrophe löste eine Welle der Solidarität in der Region aus. Zahlreiche Hilfsaktionen wurden umgehend gestartet, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen.
Kleiderbasar mit Herz
Ein besonderes Angebot für die Betroffenen und die Gemeinschaft ist der „Kleiderbasar mit Herz“. Dieser findet am Dienstag, den 6. Januar, von 10 bis 13 Uhr in der Baumgartner Straße 14 statt. Das Motto lautet: „Du nimmst, was Du brauchst und gibst, was Du kannst.“
Hier können Sachspenden, die von den betroffenen Familien nicht mehr benötigt werden, gegen eine Spende für die Brandopfer abgegeben werden. Menschen, die selbst in Not sind, können diese Dinge gegen einen Nachweis kostenlos mitnehmen. Dies fördert nicht nur die Hilfe für die Brandopfer, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde.
Weitere Hilfsangebote und Zukunftsperspektiven
Die Koordination der Hilfsmaßnahmen bleibt eine wichtige Aufgabe. Viele Menschen in Lörrach haben ihr Zuhause und fast ihren gesamten Besitz verloren. Die langfristige Unterstützung wird entscheidend sein, um ihnen den Wiederaufbau zu ermöglichen.
Die Stadt und die Hilfsorganisationen arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass keine Familie vergessen wird und alle die notwendige Unterstützung erhalten. Die Solidarität der Bevölkerung ist ein starkes Zeichen der Hoffnung in dieser schwierigen Zeit.
- Langfristige Unterstützung: Planung für den Wiederaufbau und die Integration der Betroffenen.
- Gemeinschaftliche Anstrengungen: Zusammenarbeit von Stadt, Vereinen und Bürgern.
- Bedarfsgerechte Hilfe: Kontinuierliche Erfassung der Bedürfnisse der Brandopfer.





